https://www.faz.net/-gzg-9zo0f

F.A.Z.-Hauptwache : Absehbar, machbar, sonderbar

Kinderbetreuung: Im Juni sollen die Kindertagesstätten wieder öffnen. Bild: dpa

Kitas sollen unter Bedingungen wieder den Regelbetrieb aufnehmen. Ein neuer Geschlechterkampf muss nicht angezettelt werden. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

          3 Min.

          Guten Morgen!

          Helmut Schwan

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Wo Menschen auf engem Raum leben (müssen), hat das heimtückische Virus leichtes Spiel. Eine große Zahl von Infektionen in Flüchtlingsunterkünften in Frankfurt und Mainz führt vor Augen, wie wichtig es bleibt, Covid-19 einzudämmen. Es ist eingetreten, was abzusehen war. Wie schwierig Quarantäne unter solchen Umständen ist, wie aufwändig, Sicherheitsabstand und strikte Hygiene zu wahren, beschreiben Marie Lisa Kehler und Jochen Remmert.

          Mit dem Virus zu leben bleibt eine Herausforderung - völker- und generationenüberspannend. Unter den  Einschränkungen leiden vor allem Ältere und Kranke. Kleinkinder müssen seit Wochen ohne Freunde spielen. Unter welchen Bedingungen die Kitas in Hessen  vom 2. Juni an wieder den „Regelbetrieb“ aufnehmen sollen, das haben nach Ansicht von Gesundheitsminister Kai Klose in den nächsten zwei Wochen die Kommunen zu organisieren. Er hält das für machbar, die Opposition hat da ihre Zweifel und wirft dem Minister überdies vor, aufgrund seines Zögerns seien Konflikte in den Kitas programmiert. Unser Landtagskorrespondent Ewald Hetrodt berichtet.

          F.A.Z.-Newsletter „Hauptwache“

          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise.

          Ob es vor allem die Frauen sind, welche in den Familien die Belastungen durch die Krise zu schultern haben, ist derzeit eine mitunter heftig diskutierte Frage. Frankfurts Dezernentin Rosemarie Heilig fürchtet, Frauen leisteten in diesen Wochen einen großen Beitrag für die Gesellschaft, der nicht honoriert werde. Und das sei eine „himmelschreiende Ungerechtigkeit“. Florentine Fritzen rät in ihrem Kommentar dazu, die Erkenntnisse aus der Krise erst einmal zu sammeln und nicht gleich einen neuen Geschlechterkampf anzuzetteln.

          Und außerdem sagt die Steuerschätzung für Hessen nie dagewesene Ausfälle voraus; ist das neue Gebäude für das Digitalministerium in Wiesbaden zu klein und obendrein zu teuer, was nicht nur die Opposition sonderbar findet; hat auch die Hauptversammlung der Deutschen Bank nur virtuell stattgefunden.

          Alles Gute und ein schönes Wochenende,

          Ihr Helmut Schwan

          Der Tipp zum Wochenende

          Bei dem Wetter müssen Sie aufs Fahrrad. Wir empfehlen eine Tour, die in Glauburg-Stockheim beginnt. Dieser Ort am Fuße des Vogelsbergs ist von Frankfurt aus in einer guten Stunde mit dem Regionalzug zu erreichen (Fahrradmitnahme möglich). Auf dem Hessischen Bahnradweg radeln Sie 10 Kilometer durch die Felder bis Altenstadt. Dort wird eine Entscheidung verlangt: a) geradeaus über Nidderau nach Bad Vilbel (in Eichen unklare Beschilderung) oder b) links ab und landschaftlich reizvoller, aber auch mit oberschenkelfordernden Zwischenanstiegen über die Hohe Straße (in Hammersbach auf die Beschilderung achten), nach Bergen-Enkheim respektive nach Hanau-Kesselstadt oder c) rechts über eine Kuppe nach Stammheim und nach Staden, von dort der Nidda entlang über Bad Vilbel nach Frankfurt. Wir haben zur Sicherheit immer eine Fahrradkarte dabei, zum Beispiel die von der Regionalpark Rhein-Main GmbH herausgegebene Teilkarte 07 „Niddaroute – Von der Mündung bis zur Quelle“. Damit kann man sich eigentlich nicht verfahren.  

          Wetter

          Heute hält sich das fast schon hochsommerliche Wetter noch. Laut Vorhersagen kann es, etwa an der Bergstraße, bis zu 29 Grad warm werden. Wolken nähern sich aus dem Norden, Gewitter sind möglich. Am Wochenende wird es auch im Rhein-Main-Gebiet eher etwas herbstlich. Bei auffrischendem Wind und Regenschauern reichen die Temperaturen kaum an die 20-Grad-Marke.

          Verkehr

          Wegen Gleisbauarbeiten der Verkehrsgesellschaft Frankfurt wird die Gartenstraße zwischen Holbeinstraße und Rembrandtstraße in Fahrtrichtung Stresemannallee von Montag bis Freitag voll gesperrt. Der Verkehr wird über Kennedyallee und Stresemannallee umgeleitet.
           

          Geburtstag haben

          Freitag, 22. Mai

          Carlo Giersch, Stifter und Mäzen, Ehrenprofessor, Träger der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt und des Deutschen Stifterpreises (83); Klaus Reichert, Anglist, Ehrenpräsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt (82); Bernd-Erich Vohl (AfD), Mitglied des Hessischen Landtags, Neu-Isenburg (70); Nick Jue, Vorstandsvorsitzender der ING-Bank, Frankfurt (55); Dirk Beese, Geschäftsführer des Wiesbadener Beton- und Zementherstellers Dyckerhoff (52);Monika Wiederhold, Vorsitzende der Geschäftsführung des Reisesoftware-Anbieters Amadeus Germany, Bad Homburg (51); Lisa Gnadl, Mitglied des Hessischen Landtags, Vorsitzende der Wetterauer SPD, Friedberg (39).

          Samstag, 23. Mai

          Margarete Wiemer (Die Linke), ehrenamtliche Stadträtin in Frankfurt (66); Herbert Hans Grüntker, scheidender Vorstandsvorsitzender der Landesbank Hessen-Thüringen, Frankfurt (65); Lars Lehne, von 2016 bis März 2020 Vorstandsvorsitzender der Werbe- und Digitalagentur Syzygy AG, Bad Homburg (51); Janine Wissler (Die Linke), Fraktionsvorsitzende im Hessischen Landtag, Frankfurt (39).

          Sonntag, 24. Mai

          Ernst Osterkamp, Literaturwissenschaftler, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt (70); Wolfgang Kollmeier (CDU), ehemaliger Erster Kreisbeigeordneter im Main-Taunus-Kreis (68); Matthias Kleiner, Vorsitzender des Hochschulrats der Goethe-Universität Frankfurt, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft (65); Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Chemischen Industrie, Frankfurt (58); Ursula Groden-Kranich (CDU), Mitglied des Deutschen Bundestags (Wahlkreis Mainz) (55); Uwe Serke (CDU), Mitglied des Hessischen Landtags (Wahlkreis Frankfurt I) (52).

          Weitere Themen

          Glückwunsch, Hessen!

          F.A.Z.-Hauptwache : Glückwunsch, Hessen!

          Hessen wird 75 Jahre alt. Donald Trump setzt im Kampf gegen Corona auf das Mainzer Unternehmen Biontech. Das und was heute sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

          Von Goethe bis Ebbel Video-Seite öffnen

          Quiz zu 75 Jahre Hessen : Von Goethe bis Ebbel

          Die Hessen haben ein Lieblingsgetränk, ihr Bundesland hat eine geographische Mitte und große Namen spielen eine Rolle und das Land hat Nachbarn. Ein Quiz zum 75. Jahrestag der Gründung des Bundeslands in Deutschlands Mitte.

          Topmeldungen

          Das türkische Forschungsschiff „Oruc Reis“ wird bei seiner Erkundung möglicher Erdgasvorkommen am 6. August von Kriegsschiffen begleitet

          Konflikt in der Ägäis : Deutsche Technik auf beiden Seiten

          Zum Streit der beiden Nato-Staaten Griechenland und Türkei über Seegebiete gehören militärische Drohgebärden. Welches der beiden Länder hat die stärkere Flotte?
          Ein Patient im Intensivzimmer eines bayerischen Krankenhauses.

          Coronavirus : Krankenhäuser reduzieren Betten für Covid-Erkrankte

          Nur noch zehn Prozent der Intensivbetten werden künftig freigehalten: Ärzte befürchten bei einer zweiten Welle Engpässe in der Pflege. Der Präsident der Bundesärztekammer warnt davor, auf die Quotenregelung ganz zu verzichten.
          Dunkle Wolken über Mehrfamilienhäusern aus der Gründerzeit im Prenzlauer Berg (Archivbild)

          Immobilienmarkt : Der Mietendeckel verschärft Berlins Wohnungsnot

          In Berlin können Mieter bald verlangen, die Miete auf eine gesetzlich vorgegebene Grenze zu senken. Schon jetzt wirkt sich das umstrittene Instrument zur Preisdämpfung massiv auf den Wohnungsmarkt aus. Selbst die Genossen sind verärgert.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.