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F.A.Z.-Hauptwache : Gedenken, Gutleutstraße, Gesundheit

Gedenken an die Opfer von Halle: In Frankfurt haben sich rund 1000 Menschen vor der Synagoge im Westend versammelt. Bild: Marina Pepaj

In Frankfurt wird um die Opfer des Anschlags in Halle getrauert, das Ferienende macht Autofahrern zu schaffen und die Frankfurter Buchmesse beginnt. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, lesen Sie in der F.A.Z.-Hauptwache.

          2 Min.

          Guten Morgen!

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Die Amokfahrt in Limburg, der Wurstskandal in Nordhessen, der Anschlag in Halle, der auch im Rhein-Main-Gebiet Entsetzen ausgelöst hat – die neue Woche kann nur besser werden.

          Gestern ging es aber noch einmal um die alte. Um die 1000 Frankfurter kamen am Sonntagvormittag zur Westend-Synagoge, um der Opfer des Anschlags von Halle zu gedenken. Der Jüdischen Gemeinde täten die Solidaritätsbekundungen gut, sagte Marc Grünbaum aus ihrem Vorstand: „Wir wissen, dass wir nicht allein sind.“ Wenn man bedenkt, dass die Veranstaltung kurzfristig organisiert worden war und mithin kaum jeder davon wusste – das Lesen einer Zeitung hilft –, darf man wohl sagen, dass die Resonanz ordentlich war. Und wenn doch noch einmal der Magistrat und die wichtigsten gesellschaftlichen Gruppen mit etwas mehr Vorlauf zu einem Schweigemarsch durch die Stadt aufrufen nach all dem Terror in diesem Jahr, um zu unterstreichen, dass Gewalt von Radikalen keinen Platz hat in diesem Land? Es gab so etwas schon einmal, am 8. November 1992, auf dem Höhepunkt einer Welle von Ausländerfeindlichkeit, und es stand Frankfurt damals gut an.

          Die Ferien sind von heute an vorbei, und für die Bürger von Sachsenhausen heißt es dann wieder, ganz tapfer zu sein. Die Idee, das nördliche Mainufer von Autos zu befreien, geht nämlich zu ihren Lasten. Wer morgens über die Friedensbrücke Richtung Hauptbahnhof fährt, erlebt das täglich: Riesenstau an der Kreuzung der Stresemannallee mit der Kennedyallee wie früher nur montags, langer Rückstau bis auf die Brücke für das Linksabbiegen in die Gutleutstraße. Wenn der Verkehrsdezernent meint, es gebe nicht mehr Stockungen im Verkehrsfluss als früher, soll er dort einmal vorbeischauen. Selbst in den Ferien war es so, jetzt wird es noch einmal schlimmer. Aber gut, es gibt ja Bürger, die das nicht hinnehmen wollen. Unser Mitarbeiter Bernd Günther berichtet heute von der Bürgerinitiative „Sachsenhausen wehrt sich“ und ihren neuen Plänen.

          Der Wilke-Wurstskandal schwappt dann doch noch rüber in die neue Woche. Um seine Gesundheit muss sich wohl niemand mehr fürchten, die verseuchten Produkte sind längst aus dem Handel. Warum aber niemand der nordhessischen Fabrik früher auf die Schliche? Zum Beispiel, weil sie die Zertifikate, die ihr Korrektheit bescheinigten, selbst bestellte, bei einem Frankfurter Unternehmen. Nun muss ein privater Betrieb nicht per se schlechter kontrollieren als ein staatlicher, die Behörden haben sich ja auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Aber es lohnt sich doch, sich mit den Verwicklungen zu befassen, von denen Kollegin Petra Kirchhoff heute auf der Verbraucherseite der Rhein-Main-Zeitung berichtet.

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          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Und außerdem beginnt heute die Buchmessen-Woche mit einer endlosen Folge von Veranstaltungen, darunter der dieser Zeitung mit Nele Neuhaus, Matthias Altenburg und dem Frankfurter Polizeipräsidenten Gerhard Bereswill am Mittwoch, die Ermittlungen beginnen um 19 Uhr in der Oper Frankfurt, Anmeldung unentgeltlich unter www.faz.net/veranstaltungen,  wird die hessische AfD weiter von einer Doppelspitze geführt, Robert Lambrou und Klaus Herrmann wurden auf dem Landesparteitag im osthessischen Neuhof am Samstag bestätigt, war die Band Seeed in der Frankfurter Jahrhunderthalle, und unser Rezensent Stefan Raulf war dabei.

          Einen staufreien Start in die Woche wünscht Ihnen

          Ihr Manfred Köhler

          Wetter

          Nach lokalem Frühnebel scheint heute noch einmal nahezu ungestört die Sonne. Nur örtlich zeigen sich auch einmal Wolken am Himmel. 23 Grad. Nachts teils klar, zum Morgen Wolken, 14 Grad.

          Geburtstag haben heute

          Dietfrid Krause-Vilmar, emeritierter Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Kassel, ehemaliger Leiter des Fritz-Bauer-Instituts, Frankfurt (80); Detlef Maltzahn, Geschäftsführer und Eigentümer des Auktionshauses Rippon Boswell & Co., Wiesbaden (68); Burkhard Bastuck, Vorsitzender der Frankfurter Museums-Gesellschaft (66); Heinrich Riethmüller, scheidender Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Frankfurt (64); Armin von Falkenhayn, Deutschland-Chef der Bank of America Merrill Lynch, Frankfurt (51); Susanne Simmler (SPD), Erste Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises (43); Sönke Rothenberger, in Bad Homburg lebender Dressurreiter, Olympiasieger sowie Welt- und Europameister mit dem deutschen Dressur-Team (25).

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