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„Extremismusklausel“ : EKD-Chef beklagt rechtes Gedankengut auch in Kirche

  • Aktualisiert am

Kardinal Karl Lehmann (r) und der EKD-Vorsitzende Nikolaus Schneider (l) (hier bei einer Fernsehaufzeichnung des Hessischen Rundfunks): Schneider ist besorgt über rechtsextreme Tendenzen in Kirche und Gesellschaft. Bild: dpa

Eine Verbreitung rechtsextremen Gedankenguts in der Gesellschaft hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, beklagt.

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          Dieser Entwicklung gelte es auf allen Ebenen energisch zu widerstehen, sagte Schneider am Freitag im nordhessischen Hofgeismar. Der Ratsvorsitzende räumte ein, dass rechtes Gedankengut auch in Kirchengemeinden zu finden sei. Diesem müsse entgegengetreten werden. „Christliche Nächstenliebe verlangt, mit Klarheit gegenüber rechtsextremistischen Haltungen jeder Art einzutreten“, so Schneider.

          „Die Aufdeckung der Mordtaten der neonazistischen Terrorgruppe NSU und die Tatsache, dass die Gruppe einen großen Kreis von Unterstützerinnen und Unterstützern hatte, sind ein Warnsignal, das nicht übersehen werden darf.“ Schneider kritisierte die „Extremismusklausel“ des Bundesfamilienministeriums. Diese schreibt vor, dass Initiativen gegen Rechts für den Erhalt staatlicher Zuschüsse zunächst selber versichern müssen, dass sie keine extremistischen Ziele verfolgen.

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