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Rechtsextreme Gewalt : Kommunalpolitiker bitten Polizei um Schutz

Absperrband der Polizei vor dem Haus des getöteten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Bild: dpa

Nach der Tötung Walter Lübckes fühlen sich Kommunalpolitiker häufiger bedroht. Doch die Ressourcen der Polizei für Personenschutz sind begrenzt. Und die Zahlen zeigen: Meistens ist er auch nicht notwendig.

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          Als die Polizei vor zwei Wochen vor dem Römer stand, ging es nicht darum, Frankfurter Kommunalpolitiker vor Gefahr zu schützen. Die Beamten waren vielmehr zum Rathaus gekommen, weil sie befürchteten, Anhänger der Bewegung „Fridays for Future“ könnten die Sitzung des Planungsausschusses stören. Inzwischen ist diese Erklärung vielfach verbreitet worden, zumal der Polizeieinsatz auch in mehreren Ausschüssen der Stadtverordneten diskutiert worden ist. Dennoch hält sich hartnäckig das Gerücht, wonach die Polizei an jenem Tag auch deshalb im Rathaus war, um zu verhindern, dass rechtsextreme Gewalttäter in den Römer gelangten.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Tobias Rösmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Diese Nachricht wurde unter anderem verbreitet von Sebastian Popp, dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen. Seine Schlussfolgerung war falsch. Doch sie zeigt, wie sensibel Frankfurter Magistratsmitglieder und Stadtverordnete nach dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke inzwischen sind.

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