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Sehbehinderung : Extrem-Tour mit Blindenbinde

  • -Aktualisiert am

Schatten hilft: Wie weit Mutter und Tochter an einem Tag kommen, hängt auch von den Lichtverhältnissen ab. Sonne ist für die empfindlichen Augen eher störend. Bild: Marina Pepaj

Zwei Frauen, eine stark sehbehindert, die andere blind, laufen von Hessen nach Sizilien. Unterstützt werden Mutter und Tochter von moderner Technik und aufmerksamen Mitbürgern.

          Julia Baumgardt und Sigrid Kroning stehen auf einem Feldweg in einem Wald irgendwo südlich von Darmstadt. Es ist 11.15 Uhr. Vor ihnen gabelt sich der Weg. Gelegentlich blitzt die Sonne durch die Bäume auf den sandigen Boden. Baumgardt nimmt ihr Mobiltelefon aus der linken Tasche ihrer Wanderhose, hält es ganz dicht vor ihr Gesicht und tippt auf den Bildschirm. Eine schnell sprechende Frauenstimme ist aus dem Gerät zu hören. „Wir müssen nach links“, sagt Baumgardt und packt ihr Handy wieder in ihre Hosentasche. Sie geht ein paar Schritte in die vorgegebene Richtung. Der fünfzehn Kilogramm schwere, schwarze Wanderrucksack drückt ihr in die Hüfte. Kroning folgt. Seit neun Uhr sind die beiden an diesem Tag unterwegs. Vom Startpunkt in Darmstadt-Eberstadt sind sie schon 4,8 Kilometer entfernt.

          Was nach einer Alltäglichkeit klingt, ist doch etwas Besonderes. Denn die 24 Jahre alte Baumgardt und ihre 47 Jahre alte Mutter Kroning sind fast blind und dennoch auf Wanderschaft. Mit Hilfe einer Handy-App und einer Sprachausgabefunktion in hoher Geschwindigkeit, die nur versteht, wer sein Gehör besonders trainiert hat, navigieren sie sich seit dem 1. Juli durch das Land. Ihr Startpunkt: Rosenthal im nordhessischen Kreis Waldeck-Frankenberg, ihr Ziel: Sizilien.

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