https://www.faz.net/-gzg-9okp5

Explosionsgefahr : Brand am früheren Munitionsdepot

  • Aktualisiert am

Explosionsgefahr: Feuerwehrleute bekämpfen einen Brand in der Nähe eines ehemaligen Munitionsdepots. Bild: dpa

Ein Waldbrand bricht in der Nähe eines früheren Munitionsdepots aus. Die Feuerwehr bringt die Flammen unter Kontrolle. Doch alte Munitionsreste machen die Arbeit der Retter lebensgefährlich.

          Trotz der Gefahr durch Explosionen kämpfen Feuerwehrleute in Südhessen weiter gegen einen Waldbrand in der Nähe eines ehemaligen Munitionsdepots. Man rechne noch mit Löscharbeiten bis Mittwoch, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Montag. Auf dem Gelände werden immer noch Munitionsreste vermutet, die durch die Flammen entzündet werden könnten. In der Nacht zu Montag war es bereits zu Explosionen gekommen, verletzt wurde aber niemand.

          Am Sonntag war der Waldbrand im Kreis Darmstadt-Dieburg gemeldet worden. Die Flammen hatten acht Hektar - das entspricht elf Fußballfeldern - im Bereich der „Muna“, der früheren Munitionsanstalt, bei Münster-Breitefeld entzündet. Dort wurden am Ende des Zweiten Weltkriegs Munitionsreste vernichtet, die sich bei Sprengungen im Gelände verteilt hätten, sagte der Feuerwehrsprecher. Nach dem Krieg nutzten die amerikanischen Streitkräfte das Gelände zeitweise.

          Gefährliche Altlasten

          Wegen der gefährlichen Altlasten können sich laut Feuerwehr die Einsatzkräfte nur auf festen Wegen sicher bewegen. Der Kampfmittelräumdienst sei als Berater vor Ort. Probleme bereite den Rettern die begrenzte Löschreichweite, weil man die Wege nicht verlasse dürfe. Man habe sich daher ein Kettenfahrzeug organisiert, das mit einem Hochleistungslüfter Wassernebel erzeugen könne und eine Fernbedienung habe.

          Am Montagnachmittag war das Feuer unter Kontrolle, brannte aber noch auf 2,5 Hektar. Die Brandursache war laut Feuerwehr weiter unklar.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Thomas Cook ist pleite : Was Reisende jetzt wissen müssen

          Die Insolvenz des britischen Reisekonzerns Thomas Cook verunsichert Tausende von Urlaubern. Geht mein Geld verloren? Wie sicher ist das Absicherungsversprechen? Die wichtigsten Fragen und Antworten für Reisende.
          Stephan E. soll den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke ermordet haben.

          Geheimpapier : Falsche Angaben im Fall Lübcke?

          Der hessische Verfassungsschutz soll im Vorfeld mehr über Lübckes mutmaßlichen Mörder gewusst haben, als zunächst zugegeben wurde. Ein Geheimpapier belastet die Behörde.
          Einer für alles: Aktuelle Samsung-Fernseher haben auch die Apple-TV-App installiert.

          Video-Streaming im Überblick : Was gibt es da zu glotzen?

          Netflix, Amazon, Sky und jetzt noch Apple: Video-Streaming ersetzt immer mehr das klassische Fernsehen. Das Angebot wird vielfältiger und der Zugang komfortabler.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.