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„Frankfurter Küche“ : Ur-Einbauküchen sind gefragte Museumsobjekte

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Gefragtes Museumsobjekt: eine „Frankfurter Küche“ aus dem Jahr 1929 im Museum Angewandte Kunst Bild: dpa

Die „Frankfurter Küche“ war die erste in Serie gefertigte Einbauküche der Welt. Bis 1930 wurden rund 10.000 Küchen in Frankfurter Wohnungen eingebaut. Die besten Exemplare sind heute gefragte Museumsobjekte.

          Auch rund 90 Jahre nach ihrem Einbau werden immer noch originale „Frankfurter Küchen“ gefunden. Das jüngst entdeckte Exemplar ist derzeit bei der Ernst-May-Gesellschaft eingelagert. Was mit dem historischen Ensemble aus den 1920er Jahren geschehe, sei offen, sagte die stellvertretende Geschäftsführerin der Gesellschaft, Christine Treutlein, der Deutschen Presse-Agentur. Denkbar sei, dass sie restauriert und an ein Museum abgegeben werde.

          Die 1926 von Margarete Schütte-Lihotzky entworfene „Frankfurter Küche“ war die erste in Serie gefertigte Einbauküche der Welt. Bis 1930 wurden beim Bauprogramm „Neues Frankfurt“ des Architekten Ernst May rund 10.000 Küchen in Wohnungen eingebaut.

          Gefragte Museumsobjekte

          Wie viele „Frankfurter Küchen“ erhalten sind, ist unbekannt. Die besten Exemplare sind heute gefragte Museumsobjekte. Allein vier Frankfurter Museen besitzen Küchen, aber zum Beispiel auch das New Yorker Museum of Modern Art und das Londoner Victoria and Albert Museum.

          Die Wohnungsbaugesellschaft Nassauische Heimstätten hatte im Herbst 2018 in der Siedlung Westhausen eine vollständig erhaltene Küche entdeckt, wie das Unternehmen berichtete. Laut Ernst-May-Gesellschaft handelt es sich um eine besonders kompakte Version der „Frankfurter Küche“.

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