https://www.faz.net/-gzg-9h7ie

Auszeichnung für Joachim Gauck : Hessens höchste Ehrung

  • Aktualisiert am

Mahnende Worte: Joachim Gauck, Bundespräsident von 2012 bis 2017 Bild: dpa

Volker Bouffier verlieh die Wilhelm-Leuschner-Medaille an den „nimmermüden Verfechter der Demokratie“ - traditionell am hessischen Verfassungstag.

          1 Min.

          Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck hat am Samstag die Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen erhalten. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) überreichte ihm in Wiesbaden die höchste Auszeichnung des Landes. „Joachim Gauck ist ein würdiger Träger der Wilhelm-Leuschner-Medaille, weil er sich - ganz im Sinne Leuschners - stets beispielhaft und nachhaltig für Freiheit und Demokratie einsetzt“, sagte Bouffier laut Mitteilung.

          Gerade in der momentanen Situation, in der Populisten und Demagogen die Freiheit bedrohten, seien Gaucks Worte aktueller denn je. Mit ihm ehre das Land Hessen einen honorigen Staatsmann, nimmermüden Verfechter der Demokratie und mutigen Kämpfer für eine lebendige Erinnerungskultur.

          Die Medaille wird traditionell am hessischen Verfassungstag (1. Dezember) verliehen. Sie geht seit 1965 an Persönlichkeiten, die sich nachhaltig für Demokratie, Freiheit und soziale Gerechtigkeit eingesetzt haben. Hessens früherer Innenminister Leuschner (1890-1944) war als Widerstandskämpfer von den Nazis ermordet worden. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der Philosoph Jürgen Habermas und der Erfinder des Computers Konrad Zuse.

          Weitere Themen

          In die Moschee trotz Ausgangssperre

          Beginn des Ramadan : In die Moschee trotz Ausgangssperre

          Zum zweiten Mal müssen Muslime den Fasten-Monat unter Corona-Auflagen beginnen. Auch in Orten mit hoher Inzidenz dürfen Gläubige abends zum Beten das Haus verlassen. Das Grundgesetz schützt die Religion besonders.

          Topmeldungen

          Marco Buschmann (FDP) spricht Ende März im Bundestag.

          Bundesweite Notbremse : Ein Entwurf mit Sprengkraft

          Die Regierung will eine einheitliche Notbremse durchsetzen, indem sie das Infektionsschutzgesetz reformiert. Dagegen regt sich Widerstand. Die FDP hat nicht nur mit dem Inhalt des Entwurfs Probleme.
          Auch hier ist Geduld gefragt: Schlange vor einem Impfzentrum in Hagerstown im amerikanischen Bundesland Maryland

          Impfen in Amerika : Eine Spritze von Donald

          Wie kommt man an Impfstoff? Auch in den Vereinigten Staaten dauert das. Doch dann bekommt unser Korrespondent eine Nachricht – und plötzlich geht alles ganz schnell.
          Der Herzog von Edinburgh trifft um 1960 mit seinem Sohn Charles zum Verwandtenbesuch in Deutschland ein.

          Erinnerung an ein Treffen : „Ich bin der Philip!“

          Unser Autor war noch Praktikant, als er einen Tipp bekam: Prinz Philip würde zum Verwandtenbesuch nach Deutschland reisen. Also fuhr er zum Flughafen – und plauderte mit dem Royal und seinem Sohn Charles im Shuttlebus.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.