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Kurhessen-Waldeck : Evangelische Kirche rechnet mit weniger Kirchensteuer

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Wie viel landet im Klingelbeutel? Das kommt darauf an. Klar ist: Das Kirchensteuer-Aufkommen sinkt Bild: dapd

Auch im Lutherjahr hat de Evangelische Kirche in Hessen Mitglieder verloren. Das schlägt trotz guter Konjunktur auch auf das Kirchensteuer-Aufkommen durch.

          Niedrigzinsen und weniger Erträge aus der Kirchensteuer machen der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck (EKKW) zu schaffen. Der Rückgang der Mitgliederzahl werde nicht länger durch die gute wirtschaftliche Lage ausgeglichen, sagte EKKW-Vizepräsident Volker Knöppel in Kassel. Statt steigender Erträge aus der Kirchensteuer „nähern wir uns der schwarzen Null“. Ab 2020 könnten die Erträge aus der Kirchensteuer sogar sinken. Die Entwicklung werde sich mittelfristig auf die Ausschüttungen für die Gemeinden auswirken.

          Die Finanzplanung ist auch ein Thema der Herbstsynode, des Kirchenparlaments, der EKKW. Die Synode findet vom 27. bis zum 30. November in Hofgeismar bei Kassel statt.

          14.000 Mitglieder weniger

          Die EKKW hatte Anfang 2017 rund 830.000 Mitglieder, im Vorjahr waren es noch 844.000 gewesen. Aufgrund des Mitgliederverlusts soll auch über eine Reduzierung der Kirchensprengel von vier auf drei entschieden werden. Das sind die Dienstbereiche der Regionalbischöfe, der Pröbste. So soll der Sprengel Bad Hersfeld auf die Sprengel Hanau und Marburg aufgeteilt werden. Kassel bleibt unberührt. Auf die Gemeinden habe das keine unmittelbaren Auswirkungen.

          Bischof Martin Hein kündigte für die Herbstsynode auch Selbstkritik an: Er will das Verhältnis Staat und Kirche und deren öffentliches Auftreten thematisieren. „Wir sind als Kirche nicht die bessere Partei und schon gar nicht der bessere Staat“, erklärte er. Es stehe der Evangelischen Kirche nicht zu, zu beurteilen, was die Politik zu tun habe.

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