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Europawahl im Visier : Neuer AfD-Chef wendet sich gegen „Sozialschmarotzer“

  • -Aktualisiert am

Neustartversuch: Hessische AfD-Mitglieder während des Parteitags in Friedberg Bild: Michael Kretzer

Der neue Vorstand der AfD in Hessen will die Partei einen. Einer ihrer drei Chefs spricht sich dagegen aus, „dass Einwanderer und Sozialschmarotzer die deutschen Sozialsysteme ausbeuten“, wie er sagt.

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          Die drei neuen Vorstandssprecher des hessischen Landesverbands der Alternative für Deutschland (AfD) haben sich für ein Ende des innerparteilichen Streits und eine Fokussierung auf die Sacharbeit ausgesprochen. Der 62 Jahre alte Volker Bartz aus Linden sagte der Rhein-Main-Zeitung, er sei zuversichtlich, dass es ihm und den beiden anderen Vorstandssprechern, Gunther Nickel aus Darmstadt und Simon Roger aus Wiesbaden, gelingen werde, die „verschiedenen Parteiflügel an einen Tisch zu bringen“, um personelle Querelen künftig zu vermeiden.

          Der Vorstand der hessischen AfD war am Samstag auf einem Mitglieder-Parteitag in Friedberg personell fast komplett erneuert worden. Die beiden bisherigen Vorstandssprecher Albrecht Glaser und Eberhard von dem Bussche fielen im zweiten Wahlgang durch. Während vom neuen Vorstand Bartz und Nickel noch weitgehend unbekannt sind, gehörte Roger dem alten Vorstand seit der Gründung im Mai an. Er stand bei der Landtagswahl im September, bei der die AfD mit 4,1 Prozent den Einzug in den Landtag verpasste, auf Platz zwei der Landesliste. Nickel will sich künftig um kultur-, bildungs- und wissenschaftspolitische Themen kümmern, wie er sagte.

          Europawahl im Visier

          Bartz sagte, es gehe nun darum, die Partei für die Europawahl im Mai aufzustellen. Er spreche sich vor allem dagegen aus, „dass Einwanderer und Sozialschmarotzer die deutschen Sozialsysteme ausbeuten“. Der neue Landesvorstand wird nach seinen Worten für Anfang Januar abermals zu einem Parteitag einladen, weil am Samstag in Friedberg die Delegierten für den Bundesparteitag, bei dem die Liste für die Europawahl verabschiedet werden soll, wegen der ausufernden Personaldebatte nicht bestimmt wurden.

          Zu stellvertretenden Vorstandssprechern wurden Joana Cotar aus dem Kreis Gießen, Claudia Koch-Brandt aus dem Hochtaunuskreis und Angela Miehlnickel aus dem Rheingau-Taunus-Kreis gewählt.

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