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Ethnologie-Professorin : Meine 500 engsten afrikanischen Verwandten

Forschende Familienbande: Carola Lentz mit Isidore Lobnibe und Stan Meda (von links). Bild: Maurice Weiss

Die Mainzer Ethnologin Carola Lentz wird 2020 Präsidentin des Goethe-Instituts. Jetzt erforscht sie erst einmal als Seniorprofessorin Familienerinnerungen – auch die eigenen.

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          In einer Wissenschaftlerbiographie gibt es Zeit für alles“, sagt Carola Lentz, „und für manches kommt sie jetzt.“ Für Lentz, Jahrgang 1954, die im Sommer nach 17 Jahren aufgehört hat, Professorin für Ethnologie und Afrikastudien an der Mainzer Gutenberg-Universität zu sein, heißt das: weiter forschen, und zwar seit 1. Oktober an ihrem Institut als Seniorforschungsprofessorin. Die Kriterien für die Vergabe dieser Stellen sind sehr unterschiedlich, rar sind sie, im Gegensatz zu Seniorlehrprofessuren, in jedem Fall: Nur drei im Jahr ernennt das Land Rheinland-Pfalz. Lentz ist an der Gutenberg-Universität die erste Frau in einer solchen Position und die erste an ihrem Fachbereich. Die Forschungsprofessur hat sie auf zwei Jahre bewilligt bekommen.

          Eva-Maria Magel

          Kulturredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Nun hat sie ein kleines Büro am Institut bezogen, wird nicht mehr lehren, nur forschen, aber weiter Mitglied der Universität und deren Gremien bleiben. Doch hat sich, noch bevor sie die Seniorprofessur antrat, eine ganz neue Karriereperspektive eröffnet: In genau einem Jahr wird Lentz, in der Nachfolge von Klaus-Dieter Lehmann, Präsidentin des Goethe-Instituts, des internationalen kulturpolitischen Akteurs der Bundesrepublik. Ein forderndes Ehrenamt, trotzdem will Lentz die Projekte durchziehen, die sie sich für die nächsten zwei Jahre als Forscherin vorgenommen hat.

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