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Eschborn : Untreue-Verdacht gegen ehemaligen Bürgermeister ausgeräumt

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Untreue-Verdacht ausgeräumt: Gegen Ex-Bürgermeister Wilhelm Speckhardt (hier rechts im Bild bei einem F.A.Z.-Redaktionsgespräch im Jahr 2013) wurde ermittelt. Bild: Frank Röth

Der Untreue-Verdacht gegen den Ex-Bürgermeister von Eschborn ist vom Tisch. Aber im Rathaus kehrt keine Ruhe ein. Auch von einem Imageschaden für Eschborn ist die Rede.

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          Der Untreue-Verdacht gegen den früheren Eschborner CDU-Bürgermeister Wilhelm Speckhardt ist ausgeräumt. Die Ermittlungen gegen ihn und den Frankfurter Kommunikationsberater Jürg Leipziger seien Anfang September eingestellt worden, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Donnerstag. In dem Verfahren war es um die Grundlage für Beratungsleistungen der Firma für die Gemeinde gegangen. Gegen den amtierenden Bürgermeister Mathias Geiger (FDP) werde dagegen weiter wegen Geheimnisverrats ermittelt, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

          „Ich bin nicht bereit, Gras über die Sache wachsen zu lassen“, sagte Leipziger. Er werde Anzeige gegen Geiger wegen falscher Verdächtigungen erstatten. Leipziger und Speckhardt sprachen von einem Imageschaden für Eschborn, aber auch von materiellen Schäden, die ihnen persönlich wegen der Ermittlungen entstanden seien.

          „Wenn jemand Geld verschwendet hat, ist es Herr Geiger“, sagte Leipziger. Er habe in der Amtszeit Speckhardts Konzepte für die Stadt entwickelt und dafür auch Geld bekommen, sagte Leipziger. Auf sein Angebot, den Vertrag nach Speckhardts Abwahl 2014 aufzulösen, sei die Stadt nicht eingegangen. Sie hätte so 140.000 Euro sparen können.

          Heimliche Fotoaufnahmen

          Hintergrund für die Ermittlungen gegen Geiger sind heimliche Fotoaufnahmen von Unterlagen aus dem Rathaus. Geiger hatte zugegeben, die Fotos gemacht und auf CDs gebrannt zu haben. Er habe überprüfen wollen, ob bei seinem Amtsvorgänger alles mit rechten Dingen zugegangen sei. Einzelheiten zu diesen Ermittlungen wollte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft nicht nennen.

          Die Landesregierung hatte der Staatsanwaltschaft eine Strafverfolgungsberechtigung erteilt, der Landrat des Main-Taunus-Kreises hatte ein Disziplinarverfahren gegen Geiger eingeleitet.

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