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„Es geht um rechtsstaatliches Handeln“ : Scheidender Verkehrsminister hebt Tempolimits auf

  • Aktualisiert am

Freifahrt: Kein Tempolimit gibt es fortan mehr auf der A3 in Richtung Würzburg Bild: Wolfgang Eilmes,

Vor der Landtagswahl verfügte er Warnschilder gegen Radarfallen - nun hebt der scheidende hessische Verkehrsminister in seinen letzten Amtstagen noch rasch Tempolimits auf Autobahnen auf.

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          Wenige Tage vor seinem Ausscheiden aus der Regierung hat Hessens FDP-Verkehrsminister Florian Rentsch mehrere Tempolimits auf Autobahnen und Bundesstraßen aufgehoben oder gelockert. Betroffen sind davon insgesamt 32 Kilometer. Die Beschränkungen auf den zwölf Abschnitten seien nicht gerechtfertigt, teilte der Minister in Wiesbaden mit.

          Keine Beschränkungen mehr gibt es an der A3 zwischen der Abfahrt Niedernhausen und dem Wiesbadener Kreuz in Richtung Süden sowie am Frankfurter Kreuz in Richtung Würzburg. Uneingeschränkt Gas gegeben werden kann nun auch auf der A7 zwischen dem Dreieck Kassel-Süd und der Anschlussstelle Guxhagen in beiden Richtungen, der A 45 zwischen der Landesgrenze nach Nordrhein-Westfalen und der Anschlussstelle Haiger-Burbach - dort sind zwei Abschnitte Richtung Süden betroffen - und der A 648 zwischen dem Westkreuz Frankfurt und der Anschlussstelle Frankfurt-Rödelheim.

          Gegen Tempolimits und Radarfallen

          Es gehe nicht um Toleranz für Raser, „sondern um rechtsstaatliches Handeln“, wird Rentsch in einer Mitteilung zitiert. Zehn der zwölf Abschnitte seien aus Sicherheitsgründen angeordnet worden. Dort lägen die Unfallraten aber inzwischen um bis zu 55 Prozent unter den Vergleichswerten.

          Der FDP-Politiker, der am 18. Januar vom Grünen Tarek Al-Wazir abgelöst werden soll, hatte vergangenes Jahr mit den von ihm angeordneten Warnschildern vor Radarfallen für Aufsehen gesorgt. Zudem zog er sich mit seiner Weigerung, auf vier Frankfurter Hauptstraßen nachts Tempo 30 zu genehmigen, den Unmut des lokalen Magistrats zu.

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