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Erneuerbare Energien : Eintausend Fußballfelder für die Windparks

Aus dem Nebel heraus: Windkraftanlagen bei Istha (Hessen) Bild: dpa

Windräder sollen die Landschaft nicht „verspargeln“. Deswegen dürfen Windparks im Rhein-Main-Gebiet künftig nur noch auf ausgeschriebenen Flächen errichtet werden. Jetzt hat der Regionalverband 21 Vorranggebiete beschlossen.

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          Im Rhein-Main-Gebiet sollen knapp 1.400 Hektar oder 0,6 Prozent der Fläche als Standorte für die Windenergienutzung ausgewiesen werden. Das hat gestern die Mehrheit im Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main beschlossen. CDU, SPD und Grünen votierten für die 21 Standorte, die Gruppe der Unabhängigen, in deren Reihen sich viele FDP-Politiker befinden, lehnte die Planung in der Verbandskammersitzung im Frankfurter Römer ab. „Wir werden 1.000 Fußballfelder für die Windkraft bereitstellen“, sagte Verbandsdirektor Thomas Horn (CDU). Mit der Planung werde das Ziel verfolgt, die Energiewende voranzutreiben und der „Verspargelung der Landschaft“ entgegenzutreten. Windkraftanlagen sollen nur noch auf Vorranggebieten errichtet werden dürfen.

          Mechthild Harting
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der gestrige Beschluss hat keine Rechtskraft. Die Vorrangflächen im Gebiet des Regionalverbands sind nur ein Bestandteil des südhessischen Teilregionalplans für erneuerbare Energien. Über den muss die Regionalversammlung Südhessen beschließen. Doch diese Beschlussfassung, die ursprünglich für morgen vorgesehen war, ist auf nächstes Jahr verschoben worden. Änderungsanträge machen es zudem notwendig, noch einmal Bürger und Verbände zu hören. Erwartet wird, dass der Teilplan erneuerbare Energien frühestens 2020 rechtskräftig wird.

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