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Keime in Wurst : Ermittler vernehmen Wilke-Mitarbeiter als Zeugen

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Schilder weisen den Weg aufs Werksgelände des nordhessischen Wurstherstellers Wilke. Bild: dpa

Aussagen von Mitarbeitern des Wurstherstellers Wilke sollen die Ermittlungen im Fall der verunreinigten Wurstwaren voranbringen. Die Produkte des mittlerweile insolventen Unternehmens stehen in Verbindung mit mehreren Todesfällen.

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          Nach Keimfunden in Lebensmitteln vernehmen Ermittler in Nordhessen Mitarbeiter des Wurstherstellers Wilke als Zeugen. Ziel sei unter anderem, die hygienischen Zustände und Verantwortlichkeiten im Unternehmen aufzuklären, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel am Dienstag.

          Die Behörde ermittelt gegen den Geschäftsführer wegen fahrlässiger Tötung. Zuvor hatte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten berichtet, dass Wilke-Mitarbeiter vorgeladen würden. Der Betrieb ist mittlerweile geschlossen.

          Mit den in Wilke-Produkten gefundenen Listerien werden drei Todesfälle und 37 Krankheitsfälle in Verbindung gebracht. Diese Keime können für Menschen mit schwachem Immunsystem lebensgefährlich sein. Der Wursthersteller in Twistetal-Berndorf (Kreis Waldeck-Frankenberg) war vor knapp drei Wochen geschlossen worden. Wilke hatte danach vorläufige Insolvenz angemeldet. Der Betrieb beschäftigte 200 Mitarbeiter.

          Die Verbraucherorganisation Foodwatch wirft Behörden im Fall Wilke schwere Versäumnisse vor. Hessens Verbraucherschutzministerium Priska Hinz (Grüne) hat eine Untersuchung der Vorgänge angekündigt. Dazu muss der Landkreis Waldeck-Frankenberg als zuständige Überwachungsbehörde bis Freitag (25. Oktober) einen Bericht vorlegen. Zu den Ergebnissen will sich das Land Hessen in der kommenden Woche äußern, wie eine Ministeriumssprecherin ankündigte.

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