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Polizeiermittlungen : Ali Bashar kehrt zum Tatort im Fall Susanna zurück

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Tatort: In einem Gebüsch in der Nähe der Gleise hat die Polizei am 6. Juni die Leiche von Susanna F. gefunden. Bild: dpa

Im Mordfall Susanna ist Ali Bashar zum Tatort zurückgekehrt. Unter Aufsicht von Polizei und Staatsanwaltschaft fand eine Begehung statt, damit der Verdächtige weitere Details preisgeben könnte.

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          Der Tatverdächtige im Mordfall „Susanna“ ist noch einmal zum Tatort zurückgekehrt - mit Polizei und Staatsanwaltschaft. Es sei bei der Tatortbegehung am Donnerstag unter anderem um eine Abgleichung mit den Aussagen von Ali Bashar gegangen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiesbaden am Freitag. Zuvor hatte der „Wiesbadener Kurier“ darüber berichtet. Ali Bashar soll am 22. Mai die 14 Jahre alte Schülerin Susanna aus Mainz in Wiesbaden-Erbenheim vergewaltigt und ermordet haben.

          Termin für Anklage noch unklar

          Wann gegen den 21 Jahre alten Mordverdächtigen Anklage erhoben wird, steht noch nicht fest. Zuvor müssten sowohl alle Untersuchungen der Ermittler sowie ein psychiatrisches Gutachten des Tatverdächtigen abgeschlossen sein, sagte der Sprecher.

          Die Leiche des Mädchens wurde Anfang Juni gefunden. Zu diesem Zeitpunkt war der aus dem Irak stammende Ali Bashar mit seiner Familie in den Nordirak ausgereist. Der 21 Jahre alte Verdächtige, dessen Asylantrag in Deutschland abgelehnt worden war, wurde nur wenige Tage später von den kurdischen Regionalbehörden der deutschen Bundespolizei übergeben. In seiner Vernehmung gestand er, Susanna getötet zu haben. Er bestritt aber, dass eine Vergewaltigung stattgefunden habe. Der Fall hatte bundesweit Aufsehen erregt.

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