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Kind ertrinkt im Zoo : Offene Fragen zum ertrunkenen Zweijährigem im Frankfurter Zoo

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Das Kind war am Freitagnachmittag im Wassergraben des Kamelgeheges ertrunken. Bild: Rainer Wohlfahrt

Ein normaler Zoobesuch ist in Frankfurt für eine Familie zum Albtraum geworden. Ein kleiner Junge kommt in einem Wassergraben ums Leben. Ob der Zoo sein Sicherheitskonzept überarbeiten muss, ist unklar.

          Der Tod eines Zweijährigen im Frankfurter Zoo ist nach bisherigen Ermittlungen ein Unfall gewesen. Davon geht die Polizei aus, wie eine Sprecherin am Samstag sagte. Es gebe keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Ob es eine Obduktion geben werde, sei ebenfalls noch unklar.

          Der Junge war am Freitagnachmittag mit seiner Familie im Zoo gewesen und in einen Wassergraben am Kamelgehege gestürzt und offenbar ertrunken. Ein ähnlicher Fall sei bisher nie vorgekommen, sagte Zoodirektor Miguel Casares. „Der Zoo ist definitiv sicher.“ Der 1,20 Meter tiefe Wassergraben ist vom Gehweg durch einen schmalen Grünstreifen und ein einfaches Drahtseil abgegrenzt. Der Zoo sei am Freitag gut besucht und eine ganz normale Anzahl von Mitarbeitern im Einsatz gewesen.

          „Wir können uns nicht erklären, wie das passieren konnte“, sagte der Direktor. Der Junge starb bisherigen Angaben zufolge in einem Rettungswagen auf dem Weg ins Krankenhaus. Ob es Konsequenzen für die Sicherheitsvorkehrungen im Zoo geben müsse, müssten die Ermittlungen zeigen. Casares sagte, Eltern müssten im Zoo immer auf ihre Kinder aufpassen. Die Zäune in Frankfurt seien bewusst einfach gehalten, damit die Besucher den Tieren möglichst nahe kommen könnten: „Das hat bisher immer wunderbar funktioniert.“

          Zum genauen Unfallhergang gab es zunächst keine Details. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln und versuchen mithilfe von Zeugenaussagen den Unfallhergang zu klären. Die Polizei geht nicht davon aus, dass das kleine Kind durch Fremdverschulden ums Leben gekommen ist. Noch nicht klar ist, ob die Staatsanwaltschaft eine Obduktion der Leiche anordnet.

          Die Eltern seien nach dem Unfall von einem Kriseninterventionsdienst betreut worden, sagte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD). Wo sie sich zum Zeitpunkt des Unfalls aufhielten, sei noch nicht geklärt. Auch der genaue Ort, an dem das Kind in den Graben fiel, stehe noch nicht fest.

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