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Zensus-Ergebnisse : Bis 2060 verliert Hessen mehr als eine Million Einwohner

  • -Aktualisiert am

Die Bevölkerung in Hessen wird immer weniger. Auch die Zahl der unverheirateten Menschen hat zugenommen. Das sind Ergebnisse des Zensus 2011, die nun das Statistische Landesamt vorgestellt hat.

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          Vor knapp drei Jahren ist die Bevölkerung Deutschlands statistisch erfasst worden. Am Donnerstag gab das Statistische Landesamt in Wiesbaden Ergebnisse des Zensus für Hessen bekannt. Demnach nimmt die Zahl älterer Menschen zu und die Zahl junger Mensch ab. Etwa eine Million Bürger waren den Angaben zufolge zum Stichtag 11. Mai 2011 noch keine 18 Jahre alt, das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 16,8 Prozent. Im Vergleich mit den Ergebnissen der vorherigen Volkszählung im Jahr 1987 ist der Anteil der Jungen damit um einen Prozentpunkt gesunken. Hingegen waren 2011 rund 21,1 Prozent der Hessen älter als 65 Jahre - 1987 waren es erst 15,5 Prozent gewesen.

          Gestiegen ist in den vergangenen 24 Jahren der Anteil der Menschen mit ausländischen Wurzeln. 650.000 in Hessen lebende Personen hatten einen Migrationshintergrund, das sind rund elf Prozent der Gesamtbevölkerung. 1987 waren es 8,6 Prozent. Knapp die Hälfte dieser Gruppe lebte länger als 20 Jahre hier. Rund 520.000 der Zugewanderten kommen aus dem europäischen Ausland, davon knapp die Hälfte aus EU-Staaten. Etwa 80.000 Menschen haben ihre Wurzeln in Asien, 37.000 in Afrika und 24.000 in Nord- und Südamerika. Die größte nationale Gruppe stellen die Türken mit 161.000 Personen. Es folgen Italiener (58 900), Polen (42 400), Kroaten (29 000) und Griechen (26 100).

          40 Prozent der Deutschen sind unverheiratet

          Auch den Familienstand hat der Zensus für das Jahr 2011 erhoben. Demnach sind Ehen und eingetragene Lebenspartnerschaften noch immer beliebt - 46,6 Prozent der Hessen lebten in einer solchen Gemeinschaft. Allerdings gibt es laut Zensus einen deutlichen Unterschied zwischen Deutschen und Nichtdeutschen. 40,2 Prozent der Deutschen waren ledig, aber nur jeder Dritte mit einem anderen Pass.

          Insgesamt ist die Bevölkerung Hessens seit 1987 gewachsen. Genau 5.971.816 Einwohner zählte das Bundesland am 9. Mai 2011. 1987 waren es lediglich 5.505.770 Menschen.

          Bevölkerung in Hessen wird weniger

          Das Statistische Landesamt hat die Bevölkerungsentwicklung inzwischen auch über den Mai 2011 hinaus fortgeschrieben und kommt zu dem Ergebnis, dass zum Jahresende 2011 genau 5.994.000 Menschen und ein Jahr später 6.016.000 Menschen in Hessen lebten. Langfristig wird die Bevölkerung des Bundeslands den Statistikern zufolge nicht weiter wachsen. Bis zum Jahr 2060 prognostiziert das Landesamt einen Schwund auf noch 4.916.000 Menschen.

          Weitere Ergebnisse des Zensus von 2011 sollen in den nächsten Wochen veröffentlicht werden. „Wir rechnen spätestens im Mai mit der endgültigen Auswertung“, sagte ein Sprecher des Landesamtes. Unter www.statistik-hessen.de können dann alle Ergebnisse abgerufen werden.

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