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Vorteil Mädchen: "In Hessen verlassen junge Frauen die allgemeinbildenden Schulen mit im Durchschnitt höheren Bildungsabschlüssen als junge Männer." Mit diesen Worten hatte vor einigen Wochen die hessische Kultusministerin Karin Wolff (CDU) für den "Girls' Day" geworben.

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          Vorteil Mädchen: "In Hessen verlassen junge Frauen die allgemeinbildenden Schulen mit im Durchschnitt höheren Bildungsabschlüssen als junge Männer." Mit diesen Worten hatte vor einigen Wochen die hessische Kultusministerin Karin Wolff (CDU) für den "Girls' Day" geworben. Am Donnerstag fand die Veranstaltung in Deutschland zum vierten Mal statt. Auch in Hessen haben Firmen, Behörden und Hochschulen Schülerinnen der Klassen fünf bis zehn die Türen für Schnupper-Praktika in vorwiegend technischen Berufsfeldern geöffnet (Siehe Seite 61).

          Es gibt sie zwar, die Schreinerinnen, Elektrotechnikerinnen, weiblichen Fluglotsen, aber noch immer entscheiden sich überdurchschnittlich viele Mädchen für Ausbildungsberufe, die als typisch weiblich gelten. Auch die meisten Studienanfängerinnen wählen Fächer jenseits von Technik und Naturwissenschaften.

          Nachteil demographische Entwicklung: Nicht heute, nicht morgen, aber in einigen Jahren wird in der Industrie Fachkräftemangel herrschen. Gleichzeitig schöpfe die bestausgebildete Mädchen-Generation, die es in Deutschland je gab, ihre Berufsmöglichkeiten nicht aus, sagte Bildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD).

          Der "Girls' Day" ist eine offenbar erfolgreiche Veranstaltung, 110000 Mädchen haben am Donnerstag mitgemacht, in Hessen waren es gut 10000, mehr als 500 Veranstaltungen waren angeboten. Das zeigt auch, daß institutionalisierte Frauen- und Mädchenförderung Früchte trägt.

          Damit Arbeitgeber in technischen Branchen in Zukunft keine Schwierigkeiten haben, die jungen, gut ausgebildeten Frauen für ihre Betriebe zu gewinnen, sollten sie diesen aber nicht nur im Schulalter die Türen öffnen. Sie müssen auch der Tatsache Rechnung tragen, daß ein Mädchen vielleicht Ingenieurin, vielleicht aber auch Mutter werden möchte. Flexible, reduzierte Arbeitszeiten wenigstens für einen gewissen Zeitraum anzubieten muß selbstverständlich werden.

          Wird es das nicht, ändert sich an der oft kritisierten Unwilligkeit, Kinder in die Welt zu setzen, wohl in absehbarer Zeit nichts - und daran, daß Mädchen sogenannte Frauenberufe bevorzugen, wahrscheinlich auch nichts. JACQUELINE VOGT

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