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Peter Münch : Entmachteter AfD-Vorstand strebt in altes Amt zurück

  • Aktualisiert am

Kommen und Gehen im Vorstand: AfD in Hessen Bild: dpa

Im März ist Peter Münch erst als Vorstandssprecher der AfD in Hessen abgelöst worden. Nun strebt er aber wieder in sein altes Amt zurück.

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          Der entmachtete AfD-Vorstandssprecher Peter Münch will wieder ein Spitzenamt bei der rechtskonservativen Alternative für Deutschland in Hessen übernehmen. „Ich bin gefragt worden, und ich will wieder antreten“, sagte Münch der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Die Vorwürfe gegen ihn, die zu seiner Amtsenthebung geführt hatten, nannte Münch substanzlos. „Ich sehe kein Problem, weiter in der AfD zu bleiben.“

          Das Landesschiedsgericht hatte Münch im März seines Amtes enthoben, weil er falsche Angaben zu seiner Vergangenheit bei den Republikanern gemacht haben soll. Münch bestreitet das. Er habe nie seine Mitgliedschaft bei den Republikanern bestritten, sondern sich nur bei seinem Austrittsdatum geirrt.

          Münch sieht keinen Rechtsruck

          Der Antrag für einen Parteiausschluss habe keine Substanz, da er der AfD nicht geschadet habe. Es gehe um „persönliche Animositäten“. Einen Rechtsruck der Partei, vor dem zuletzt mehrere AfD-Landeschefs gewarnt hatten, sieht Münch nicht.

          Der Vorstand des Landesverbands war vor wenigen Tagen auf einem Parteitag abgewählt worden. Dem Gremium wurden unter anderem eine mangelhafte Informationspolitik, manipulative Mitgliederrundschreiben und das Vorgehen bei der Entmachtung von Münch vorgeworfen. Ein Notvorstand arbeitet an einem Termin für einen weiteren Parteitag, auf dem dann ein neues Spitzengremium gewählt werden soll.

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