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Linksverkehr in Frankfurt : Über dem Main radeln wie über der Themse

Linksherum: Fahrradweg (links) und Fahrradsignet auf dem Bürgersteig für Falschfahrer (rechts) auf der Friedensbrücke in Frankfurt Bild: Frank Röth

Auf der Friedensbrücke werden neue Markierungen aufgebracht: Künftig können sich Radler auf dem Bürgersteig als Falschfahrer ihren Weg bahnen. Diese Praxis soll auch an anderen Stellen des Radwegenetzes umgesetzt werden.

          Was tun die Frankfurter nicht alles, um Brexit-Flüchtlingen die Stadt am Main heimisch zu machen. Die neueste Nachricht: Die Stadt führt den Linksverkehr ein, wie er den Briten seit eh und je vertraut ist. Nein, kleiner Scherz, sogleich empörte Bürger („Frankfurt schafft sich ab!“) können sich entspannen. Grundsätzlich gilt weiter das Rechtsfahrgebot. Nur nicht mehr überall.

          Bernd Günther

          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Auf der Friedensbrücke, die den Hauptbahnhof mit Sachsenhausen verbindet, wurden dieser Tage auf beiden Seiten Markierungen aufgebracht, mit denen eine gängige Praxis legalisiert wurde: dass sich Radler auf dem Bürgersteig als Falschfahrer ihren Weg bahnen. Viele Radfahrer seien auf der Brücke schon im Gegenverkehr unterwegs gewesen, dies sei nun sicher gestaltet worden, heißt es im Verkehrsdezernat. Das erscheint sinnvoll, da es an den Brückenköpfen keine Fußgängerampeln gibt, um die Fahrbahn zu überqueren und so auf die richtige Seite zu gelangen.

          Dem Radverkehr kürzere Wege ermöglichen

          Das Konzept werde zunehmend im Radwegenetz umgesetzt, verlautet aus dem Dezernat weiter, vorausgesetzt, die Wege seien breit genug. Das Ziel sei es, dem Radverkehr kürzere Wege zu ermöglichen. Immerhin ist nun klar, wo jemand entlangfahren soll, der auf der Brücke gegen den Strom schwimmt. Bisher war es bei Begegnungen mit Radfahrern, die sich ordnungsgemäß verhalten, nicht klar, ob man rechts oder links aneinander vorbeifährt. Radfahrer rollen halt, wo es ihnen passt. Und fahrradfahrende Briten, die es unverhofft nach Frankfurt verschlagen hat, fühlen sich wenigstens auf ein paar Metern zu Hause.

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