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Würth-Prozess : Entführer gab sich als Arzt aus

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Mutmaßlicher Entführer: Der 48 Jahre alte Angeklagte soll sich als Arzt ausgegeben haben. Bild: dpa

Im Fall um die Entführung von Reinhold Würths Sohn hat nun dessen Tochter Carmen vor Gericht ausgesagt. Der mutmaßliche Entführer soll die Familie als vermeintlicher Arzt getäuscht haben.

          Der Entführer des Sohnes von Schraubenmilliardär Reinhold Würth hat sich als Arzt ausgegeben, um telefonisch in Kontakt mit den Eltern des Opfers zu kommen. Das berichtete die 81 Jahre alte Mutter des Entführungsopfers, Carmen Würth, am Montag als Zeugin vor dem Landgericht Gießen.

          Der Mann habe einen Notfall von Markus Würth vorgetäuscht und sei so an ihre Handynummer gekommen. Zu der Zeit sei sie mit ihrem Ehemann auf Geschäftsreise in Griechenland gewesen, die sie daraufhin sofort abgebrochen hätten, berichtete Carmen Würth. Der Entführer habe in einem der Telefonate auch mit dem Tod ihres Sohnes Markus gedroht.

          Angeklagt ist ein 48 Jahre alte Serbe. Er soll im Juni 2015 mit noch unbekannten Mittätern den behinderten Sohn des baden-württembergischen Unternehmers entführt und drei Millionen Euro Lösegeld gefordert haben. Das damals 50 Jahre Opfer lebte zum Zeitpunkt der Entführung in einer integrativen Wohngruppe für behinderte und nicht-behinderte Menschen im osthessischen Schlitz. Nach einer gescheiterten Übergabe wurde das Opfer einen Tag später in einem Wald bei Würzburg gefunden, an einen Baum gekettet, aber unversehrt.

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