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Online-Handel : Frankfurter Start-up Emma verkauft Millionste Matratze

Schon eine Million Matratzen verkauft: Manuel Müller (links) und Dennis Schmoltzi führen gemeinsam das Frankfurter Matratzen-Start-up Emma the Sleep Company. Bild: Emma/Moritz Reich

Das schnell wachsende Start-up Emma aus Frankfurt übertrifft seine eigenen Erwartungen. Das Unternehmen hebt seine Umsatzprognose um ein Fünftel auf 240 Millionen Euro an.

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          In der Corona-Krise wächst offenbar der Onlinemarkt für Matratzen deutlich schneller als vorher abzusehen. Das Frankfurter Unternehmen Emma the Sleep Company, das die Marken Emma Matratzen und Dunlopillo vertreibt, konnte seine ohnehin schon optimistische Umsatzprognose für das laufende Jahr deutlich erhöht, um 40 Millionen Euro auf 240 Millionen Euro. Das wäre ein Plus von 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2019 hatte das 2013 unter dem Namen Bettzeit gegründete Unternehmen 150 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet - das war wiederum fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Aktuell beschäftigt Emma mehr als 350 Mitarbeiter.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Zugleich gab Emma an, dass bereits die Millionste Matratze verkauft worden sei. „Wir hatten geplant, 2020 die millionste Emma zu verkaufen, allerdings haben wir dieses Ziel nun früher als erwartet erreicht“, sagte Dennis Schmoltzi, neben Manuel Müller Gründer und Geschäftsführer von Emma. Gekauft worden sei sie in Großbritannien.

          Neuer Investor

          Emma war erst von wenigen Wochen von einem Investor übernommen worden. Die Duisburger Beteiligungsgesellschaft Haniel erwarb 50,1 Prozent von früheren Investoren, darunter der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Hessen und dem High-Tech Gründerfonds aus Bonn. Die Gründer geben ebenfalls einen Teil ihrer Anteile ab und halten nun noch 49,9 Prozent. Haniel ist auch Miteigentümer an Metro und der der Media-Markt-Saturn-Mutter Ceconomy. Schmoltzi bezeichnete den Einstieg von Haniel als „Partnerschaft auf Augenhöhe“.

          Die Finanzkraft des Investors dürfte es dem Unternehmen erleichtern, seine Wachstumsstrategie zu verfolgen und auf neue Märkte zu expandieren. Kernmärkte für das Unternehmen sind neben Deutschland auch Frankreich, die Niederlande und Großbritannien. Die Matratzen werden aber auch bereits in Asien und Südamerika vertrieben. Hauptkonkurrenten sind Bett1 aus Berlin und Caspar aus New York.

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