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Neue EZB-Präsidentin : Elf Frankfurt-Tipps für Christine Lagarde

Aufblühen können Sie aber auch unter Frankfurter Frauen.

Eines von Lagardes wichtigsten Anliegen ist immer die Förderung von Frauen gewesen. Wenn sie als Direktorin des Weltwährungsfonds andere Länder besuchte, stand in ihrem Kalender auch immer ein Besuch bei Unternehmerinnen oder engagierten Frauen. Daher dürfte sie sich wohl bald beim Frankfurter Club „Business and Professional Women“ blicken lassen. Als Datum kann sich Lagarde schon einmal den nächsten Clubabend am 19. November notieren. Oder auch den 4. Dezember, wenn die Anwesenden das Thema „Bücher von Frauen = Frauenbücher?“ diskutieren. Deutlich digitaler geht es bei den Digital Media Women zu, die laden zum Beispiel am Mittwoch zum beruflichen Netzwerken per „Speed Dating“ nach Eschborn ein.

Große Töne gibt es abends in der Innenstadt zu hören.

Die Dreiundsechzigjährige gilt als großer Opernfan, seitdem ihr Vater sie regelmäßig mitgenommen hatte. Da ist sie in Frankfurt richtig. In der Oper am Willy-Brandt-Platz wird demnächst die Oper „Manon Lescaut“ aufgeführt. Im Werbetext steht dazu: „In ihrer Sehnsucht nach einer besseren Existenz verfolgt die betörende Manon mit unbedingtem Willen und Ehrgeiz die Veränderung ihrer sozialen Situation“. Das könnte Lagarde gefallen. Aber Obacht: die Geschichte geht tragisch aus. Ansonsten kann sie sich auch selbst ein Geburtstagsgeschenk bereiten und die Oper Don Carlo am Neujahrstag besuchen – Lagarde kam am 1. Januar zu Welt.

Nachhilfelehrer finden Sie im Westend und im Nordend.

Kritiker werfen der neuen Zentralbank-Präsidentin vor, dass sie sich nicht wirklich mit Geldpolitik auskenne und nicht ausreichend qualifiziert sei. Sicher, sie war acht Jahre lang Direktorin des Internationalen Währungsfonds, vier Jahre Wirtschafts- und Finanzministerin sowie zwei Jahre Handelsministerin in Frankreich, zudem leitete sie einst in Chicago eine der größten Wirtschaftskanzleien in den Vereinigten Staaten. Aber was heißt das schon. Zum Glück gibt es in Frankfurt zwei Institutionen, in denen die Französin bestimmt noch etwas Nachhilfe in Finanzwirtschaft erhalten kann: das House of Finance auf dem Campus Westend, das sie bereits 2016 einmal besucht hatte, und die Frankfurt School of Finance and Management im Nordend. Die dortigen Studiengebühren sollte sie sich von ihrem Präsidentengehalt – Vorgänger Mario Draghi bezog 386.000 Euro im Jahr – zweifellos leisten können.

Ihr Partner lebt nur 90 Minuten entfernt.

Seit mehreren Jahren ist die geschiedene Lagarde mit dem Unternehmer Xavier Giocanti liiert. Der 65 Jahre alte Mann aus Marseille hat es nun leicht, zu seiner Freundin zu pendeln. Zwischen dem Paar liegt nicht länger der Atlantik, sondern nur noch der Rhein. Drei mal täglich gibt es Direktflüge mit der Lufthansa von Marseille nach Frankfurt und zurück. So könnte der Lebensgefährte zum Beispiel freitags die Mittagsmaschine nehmen, die um 12.35 Uhr in Frankfurt landet, das Wochenende am Main verbringen und montags den Flieger um 8.35 Uhr zurück nach Marseille nehmen. Nur gelten Flugzeuge nicht gerade als klimafreundlich. Xavier Giocanti kann deshalb auf eine bequeme, wenn auch etwas langsamere Alternative ausweichen. Einmal täglich fährt ein französischer TGV direkt von Marseille nach Frankfurt (Abfahrt 8.09 Uhr) und zurück (Abfahrt 13.38 Uhr). Er benötigt zwar knapp acht Stunden, dafür aber hat er an Bord W-Lan. Und mit einer französischen Senioren-Vorteilskarte sind Erste-Klasse-Tickets für rund 50 Euro erhältlich. Da sollte es doch kaum mehr einen Grund geben, Frankfurt zu verlassen.

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