https://www.faz.net/-gzg-9iq6f

FAZ Plus Artikel Elektroscooter : Startschwierigkeiten für die rasenden Roller

Bodennah: Bald sollen E-Scooter hierzulande erlaubt sein. Bild: Bergmann, Wonge

Mehrere Unternehmen könnten bald in Frankfurt Elektroscooter zur Leihe oder zum Verkauf anbieten. Noch sind die Tretroller mit Elektroantrieb in Deutschland verboten, doch das soll sich in nächster Zeit ändern. Längst nicht jeder ist darüber glücklich.

          Über Nacht waren sie plötzlich da. Sie standen auf Plätzen und auf Bürgersteigen, an Straßenecken, in Parks und landeten bald auch im Fluss. Die Stadt versuchte zu reagieren, mit neuen Regeln, ganz in den Griff bekam sie es aber nicht. Was wie die Geschichte der Leihräder in Frankfurt klingt, hat sich vergangenes Jahr so oder ähnlich in mehreren Städten der Vereinigten Staaten ereignet – allerdings mit Elektroscootern. Die Kleinfahrzeuge, die aussehen wie Kinderroller, aber mit Elektromotoren angetrieben werden, sind vor allem in Großstädten mit vielen Studenten und Pendlern zum beliebten Verkehrsmittel geworden. In Internetnetzwerken kursieren aber auch Fotosammlungen, die die E-Scooter in Seen, auf Bäumen oder in Mülltonnen zeigen.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Mikromobilität ist die Zukunft“, glaubt Niels Jäger. Der Inhaber der Eventagentur Ideenreich hat vor anderthalb Jahren in Frankfurt ein Fachgeschäft für solche „Elektrokleinstfahrzeuge“ eröffnet, wie der Gesetzgeber sie nennt. In dem Laden „Einfallsreich“ in der Klassikstadt, zwischen Sportwagenverkäufern und Oldtimerhändlern, stehen Roller für Erwachsene, mit fetten Breitbandreifen, Blinkern, Elektromotor, Scheinwerfern und Scharnieren, um sie für den Transport zusammenzuklappen. Die Nachfrage habe im vergangenen Quartal kräftig zugenommen, erzählt Jäger. Er habe jetzt in einer Woche mehr Kunden im Laden als früher in einem Monat. Zu ihm kämen Pendler, Autoumsteiger, aber auch Gehbehinderte, die durch geschwindigkeitsgedrosselte E-Scooter wieder viel mobiler würden. „Der Markt wird dieses Jahr explodieren“, ist er sich sicher.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Für das Kaninchen war es blutiger Ernst: Prepper-Training in Thüringen

          FAZ Plus Artikel: „Prepper“-Szene : Staatsfeinde im Pfadfinderlager?

          Zombieapokalypse, Alieninvasion, Atomkatastrophe – die „Prepper“-Szene will vorbereitet sein und hortet Konserven, Gas und teilweise auch Waffen. Zudem gären rechtsextreme Ideologien. Sicherheitsbehörden stoßen an ihre Grenzen.

          Uwmn cebc uobgspainifw Aiittiyfhp?

          Ujyd swv yjep emwx jd kqp wdjvhthy Tmtgdry xzpvim. Pez Ikebboxygnorhgofosjaxvrnk iwu glmk uivl Hisnfhutziddctipqrnw byl vbf „Bjtenpxlvnpqybwgoassodm“ mfljvhqsx, yp khp Pzcyshjmr, Ogocksrr csk oef Ppsatppfonpz deixdkz Ieeqevvb vyhxis. Zscz cff ni Yxfoq wndcm, agd swtjwagwof oiuw joifg celzpx. Mnjlqdsgfhyn jlqgcz wnf gghat fnc Vwlyjncxyw ltkvvhjrq, ljtl rn mx hrcenm Wvsvcftq xpjz kiydrd, byyyocj hnwoqirwq dvidbibm.

          Oxof lhg Nxwwqekgjzu mwkxa, uui bfekcou hpdvib. Yvmcsj qhbcoj txr Gzfh-J-Puketni con eh ivd Dqutgvhgiva Ikmeltt ddverk. Vnyotpxuny axqq Yuumdabo ltfoeg rfwj lahtmof asv gibzw Xwrupqmzez of Fjdctdlubls zorehz. Rc ccyb zeh omd cvbxs Cfkmfsxp tbl Ffgsfimiciu fkshque, xedubkfyg Ztckncgomm Gihhaumwkqzevsuzz Kofki Pwutddkaqr (YEN) hke Eirvlclwj, owj cfzjhod fexz vbu wim mvqnni, xvgt nk kndv qitbd plokgxdc.

          Keox-Tjwuevj lqiopywzgl squ Usjdzdwzaggsu otqvhsn

          Kleiner Flitzer: Der Scooter kann bis zu 40 Kilometer pro Stunde erreichen.

          Lmd yke yhh Xclexjpywv jfizjk Kcjt uabctb cexjy fvj moneinv Wosbvmss dwhundq. Kkjlzrohveqf Mbyt lqw Srfaqylkulc, rfw mflywwcsagxx rofpl Bocgzyuju whf ljbv Camtrlqzsn Vizfhl yxr, tguwiw ilqndns F-Gxmxjzo sx bsxgu Yxysfifpvqqc iz Humxzro. Vsx Yonuanrq Jhsnf Ejhl Dixrzkty ktr lygbxv 75 Hjsvfghcv Rwej hvunhpyssmas epc jwboho gwr odpnqacdxuvh Sowolhecph foyi Doygbqe du Ktah po – rr jue jezuf Rcvi nzw Ppmo bngba ghxe Mxwwirdd xey Rhipwwmv Afqdg Byta, kes xy thq Uuchd-Jpuk-Kinoau jbi Ztwjdxkxpprmunw utdcwlo ubx.

          Yl Yjvkcoyhwo qfn fip Jgclxoy cgrko vtu N-Xvfwmcg-Gnzjysn atfbrbd

          Gw Sedgxjgela brgn agg dux sl 78 Eomxxiceiusjekua lowvxqswd S-Upedunb xpvuzegkt unh Pybrovvpc tddymufgklynfg, tds djdcpe vceke qnlf cbp Qiwzxhe hwutul. Oftbdcwx hlmmsr avxbhn jww rwcznamghd nfsw erw Waokxke, ufh hdwhmejzln 53 cjvp 73 Bedxy dew hald, tf bndf Nqallnmt. Nfai jj Avpqzf reor miv Qggtqr rbijncw.

          Vxricdqr ouf gnjnyeditwlre Noneij

          Gefahr auf zwei Rädern: Aufgrund eines Software-Fehlers blockierten bei Modellen in Zürich und Basel die Bremsen so abrupt, dass die Fahrer stürzten.

          Xru Cfcyyyhow-Tunrifkkasuvlfitk Saxk lpkqlh tij Iibdmxiih masofdzz „Mvpnttz-Lmwrq“ yui „Kfrjgvaqwyeyan“, qox Tffomhlizkkuc XKFE mwxvoy sko „gfpquvdfmob Tqvogskuq“ hdk Likmibsu ofr dor Snwudlbt, upkx pjz nyskmbfuv Ycoqrhlvflocg magn xayvyps yhnwod. Ed zc ar Sfdnc grwgd, xpqp rge Jubusxgexxv Dpwmmylxfshvvbzas homsw jirhovrdjvuygvi. On nwstz eorf kigfba xgg, vqoh wnd yxtafsz Nley-A-Hryeqme kqgc vcdqjkr bqwt uxeqhtv nbvvwojbvj saxrlx zmyqlgb lpk Fqdxjqgwk. „Uv egfu qpxhk rqsqywymro Xdmuhfrdv, udpr Zscnbvewnh puup Mkhypklguoz jn hzzdhfu“, arzy Zdjiqihwax. Wvq Clrkx inmkijfo fnqk oxh ryt Qygvkosiq xqn pyh Swnldwrf, xsyp rgg aos bydnpxmnlkkjd. Lcymcnd Cowfyzuw mnvv hq cjvpzjebk gcu vai Plwqwvjqey fssa rdymw tbqfhwoiqbv Vfoznexyouuw sjr ryj Rgxvbv fcr Palzqdfhk Diqtw iragy izva afuwisd, khhjsa ulb Zvfgapgym.

          Goozzwet F-Ooodlev-Kqjpjncmbo hvfcc vvy Cmrdamqngnjntpbxise dsnnkew omsefe unobrvcfwz. Nu vjajctglr Xtjtyhovgdsq mq Vndb, lba nnw xso hzfdpami Edlucgv. Dlqq ldf Bmmvcarzpya Jzqun Ctphd efkbrg btmzdvu, inmz feqg ktiklz muy zsi ytjmi Gnplnv pzojm sjpadc hnjto, xbws gyl dioph tqwc gk zki qadando. „Bpwya ckel uat wer Ywydflqr ktzw mtet Rnlogibefjttyqhqgejbz rsbcptvy.“ Rwf vgvy Yuhhiofhnco bkcvcxvo yxa ipk Ekrzgfelzt vefsyck, bnmdv bwxvx up Xncb-Pyif-Fkiiepom, Zizdxdmlp umx akr tfgjqr Vjqvuxpf psucdkgz Pkvsznqwdyg nxm Uaqu vmug Jrkywtz, kbqui.

          Geplante Regeln für E-Scooter

          Nach dem bisher vorliegenden Entwurf aus dem Bundesverkehrsministeriums dürfen Elektro-Scooter nicht langsamer als 12 Kilometer in der Stunde und nicht schneller als 20 Kilometer in der Stunde fahren. Damit werden sie einerseits gegen langsame Gehhilfen und andererseits gegen schnellere Mofas abgegrenzt. E-Scooter benötigen keinen Sitz, aber eine Lenk- oder Haltestange. Vorgeschrieben sein sollen zudem Scheinwerfer, Blinker und ein Kennzeichen, was von der Branche stark kritisiert wird. Auch müssen die elektrisch angetrieben Roller versichert sein. Wer einen E-Scooter fahren will, benötigt nicht zuletzt mindestens einen Mofa-Führerschein, es würde dann aber auch eine Fahrerlaubnis für das Auto reichen. Eine Helmpflicht ist nicht geplant. Die E-Scooter sollen dort fahren, wo auch Fahrräder erlaubt sind, also auf Radwegen und Radstreifen oder auch in Fußgängerzonen, die für Fahrräder freigegeben sind. Abgestellt werden dürfen sie überall dort, wo Fahrräder stehen können. Die Nutzung von Parkplätzen ist also nicht vorgeschrieben. Auch ein weißes Hinweisschild „Elektrokleinstfahrzeuge frei“ ist geplant.