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FAZ Plus Artikel Elektroscooter : Startschwierigkeiten für die rasenden Roller

Bodennah: Bald sollen E-Scooter hierzulande erlaubt sein. Bild: Bergmann, Wonge

Mehrere Unternehmen könnten bald in Frankfurt Elektroscooter zur Leihe oder zum Verkauf anbieten. Noch sind die Tretroller mit Elektroantrieb in Deutschland verboten, doch das soll sich in nächster Zeit ändern. Längst nicht jeder ist darüber glücklich.

          Über Nacht waren sie plötzlich da. Sie standen auf Plätzen und auf Bürgersteigen, an Straßenecken, in Parks und landeten bald auch im Fluss. Die Stadt versuchte zu reagieren, mit neuen Regeln, ganz in den Griff bekam sie es aber nicht. Was wie die Geschichte der Leihräder in Frankfurt klingt, hat sich vergangenes Jahr so oder ähnlich in mehreren Städten der Vereinigten Staaten ereignet – allerdings mit Elektroscootern. Die Kleinfahrzeuge, die aussehen wie Kinderroller, aber mit Elektromotoren angetrieben werden, sind vor allem in Großstädten mit vielen Studenten und Pendlern zum beliebten Verkehrsmittel geworden. In Internetnetzwerken kursieren aber auch Fotosammlungen, die die E-Scooter in Seen, auf Bäumen oder in Mülltonnen zeigen.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung und bei dem Wirtschaftsmagazin Metropol.

          „Mikromobilität ist die Zukunft“, glaubt Niels Jäger. Der Inhaber der Eventagentur Ideenreich hat vor anderthalb Jahren in Frankfurt ein Fachgeschäft für solche „Elektrokleinstfahrzeuge“ eröffnet, wie der Gesetzgeber sie nennt. In dem Laden „Einfallsreich“ in der Klassikstadt, zwischen Sportwagenverkäufern und Oldtimerhändlern, stehen Roller für Erwachsene, mit fetten Breitbandreifen, Blinkern, Elektromotor, Scheinwerfern und Scharnieren, um sie für den Transport zusammenzuklappen. Die Nachfrage habe im vergangenen Quartal kräftig zugenommen, erzählt Jäger. Er habe jetzt in einer Woche mehr Kunden im Laden als früher in einem Monat. Zu ihm kämen Pendler, Autoumsteiger, aber auch Gehbehinderte, die durch geschwindigkeitsgedrosselte E-Scooter wieder viel mobiler würden. „Der Markt wird dieses Jahr explodieren“, ist er sich sicher.

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          Kleiner Flitzer: Der Scooter kann bis zu 40 Kilometer pro Stunde erreichen.

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          Gefahr auf zwei Rädern: Aufgrund eines Software-Fehlers blockierten bei Modellen in Zürich und Basel die Bremsen so abrupt, dass die Fahrer stürzten.

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          Geplante Regeln für E-Scooter

          Nach dem bisher vorliegenden Entwurf aus dem Bundesverkehrsministeriums dürfen Elektro-Scooter nicht langsamer als 12 Kilometer in der Stunde und nicht schneller als 20 Kilometer in der Stunde fahren. Damit werden sie einerseits gegen langsame Gehhilfen und andererseits gegen schnellere Mofas abgegrenzt. E-Scooter benötigen keinen Sitz, aber eine Lenk- oder Haltestange. Vorgeschrieben sein sollen zudem Scheinwerfer, Blinker und ein Kennzeichen, was von der Branche stark kritisiert wird. Auch müssen die elektrisch angetrieben Roller versichert sein. Wer einen E-Scooter fahren will, benötigt nicht zuletzt mindestens einen Mofa-Führerschein, es würde dann aber auch eine Fahrerlaubnis für das Auto reichen. Eine Helmpflicht ist nicht geplant. Die E-Scooter sollen dort fahren, wo auch Fahrräder erlaubt sind, also auf Radwegen und Radstreifen oder auch in Fußgängerzonen, die für Fahrräder freigegeben sind. Abgestellt werden dürfen sie überall dort, wo Fahrräder stehen können. Die Nutzung von Parkplätzen ist also nicht vorgeschrieben. Auch ein weißes Hinweisschild „Elektrokleinstfahrzeuge frei“ ist geplant.