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Radikale Islamisten in Hessen : EKHN-Beauftragter: Interesse am Salafismus wächst

  • Aktualisiert am

Wachsende Minderheit: Salafisten während einer Veranstaltung in Frankfurt im September 2013 Bild: dpa

Salafisten gelten immer noch als Minderheit. „Aber die enorme Ausbreitung ist auch ein Warnzeichen“, sagt der EKHN-Beauftragte für interreligiöse Fragen, Pfarrer Andreas Herrmann.

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          Das Interesse Jugendlicher am Salafismus wächst nach Einschätzung eines Experten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). „Es ist immer noch eine Minderheit, aber die enorme Ausbreitung ist auch ein Warnzeichen“, sagte der EKHN-Beauftragte für interreligiöse Fragen, Pfarrer Andreas Herrmann, der Nachrichtenagentur dpa in Frankfurt. „Der Salafismus ist ein Jugendphänomen.“ Eigentlich müsse von Neo-Salafismus gesprochen werden, weil das Thema erst seit Ende der neunziger Jahre, in der dritten Generation der Migranten, aufgetaucht sei.

          Besonders anfällig für die einfachen Antworten der Salafisten seien „Jugendliche, die Orientierung suchen, verunsichert sind und sich von der Mehrheitsgesellschaft ausgegrenzt fühlen“. Die evangelischen Religionslehrer seien täglich mit dem Thema konfrontiert, bräuchten aber mehr Wissen über den Islam. „Man kann aber auch nicht alles den Lehrern anhaften.“ Notwendig seien Netzwerke aus Schulen, Kommunen und Jugendarbeit.

          Salafisten lehnen westliche Demokratien ab und sehen eine „islamische Ordnung“ mit islamischer Rechtsprechung (Scharia) als einzig legitime Staats- und Gesellschaftsform an.

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