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Einzelhandel in der Krise : „Wir brauchen wieder mehr Leben in der Stadt“

Alles muss raus: Bei Karstadt an der Frankfurter Zeil läuft der Ausverkauf. Ende Oktober ist Schluss, wenn es nicht doch noch anders kommt. Bild: Maximilian von Lachner

Bei Karstadt läuft der Ausverkauf, andere Geschäfte könnten folgen: Die Konsumflaute hat auch die Frankfurter Innenstadt voll erwischt. Und die Ersten müssen Konsequenzen ziehen.

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          Die Endzeitbotschaften im Schaufenster sind nicht zu übersehen. „Alles reduziert“, „Großer Sortimentsabverkauf“, „Wir schließen“. Bis zu 50 Prozent versprechen die Plakate und noch einmal 20 Prozent zusätzlich auf Reisegepäck. „Heute billiger.“ Es geht zügig rein und raus bei Karstadt an der Zeil. Wer mit Kunden spricht, trifft auf Bedauern und Mitleid für die Mitarbeiter, aber auch auf Schulterzucken. „So ist halt der Lauf der Dinge“, sagt einer.

          Petra Kirchhoff

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Für Schnäppchenjäger ist wie immer zum Saisonende gut sein auf Frankfurts wichtigster Einkaufsmeile. Nicht nur bei Karstadt, überall in den Modefilialen werden Sommerkleidchen und Hosen mit fetten Rabatten verschleudert. Eigentlich wie immer, möchte man meinen. Doch die Stimmung bei den Textilhändlern ist in diesem Sommer gedrückter als sonst. Die Konsumflaute hat viele Unternehmen voll erwischt. Und die Ersten mussten schon Konsequenzen ziehen: So haben sich etwa Galeria Karstadt Kaufhof und Hallhuber unter ein Schutzschirmverfahren gerettet, um sich vor Forderungen von Gläubigern zu schützen, auch Esprit und Appelrath Cüpper befinden sich in einem Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung.

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