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Stürmer Alex Meier : „Mein Vater hat immer recht“

Gesundheit ist das Wichtigste: Alexander Meier fühlt sich durch eine beschwerdefreie Vorbereitung gestärkt. Bild: Jan Huebner

Wundertüte Eintracht? Alexander Meier vermag nicht zu prophezeien, welche Entwicklung das umgebaute Team nehmen wird. Der Kapitän geht die neue Saison mit Gelassenheit an.

          7 Min.

          Trainer Kovac möchte eine Saison wie die letzte nicht noch mal erleben. Kann er damit rechnen, ist die Eintracht besser als in der vergangenen Runde?

          Marc Heinrich
          Sportredakteur.
          Peter Heß
          Sportredakteur.

          Ich hoffe mal! (lacht)

          Was begründet Ihre Hoffnung?

          Wir haben viel gearbeitet in den zurückliegenden Wochen. Die Vorbereitung war wirklich hart. Jetzt muss sich zeigen, wie gut wir wirklich sind. Viel schlechter als in der vergangenen Saison geht es ja kaum. Vor der Saison meint man immer, dass es passt. Ich denke, wir haben alles dafür getan, dass es funktionieren kann. Alle ziehen mit. Jetzt werden die Pflichtspiele zeigen, wie eingespielt wir schon sind.

          Haben Sie nach dem Zittersieg im Pokal in Magdeburg mehr Respekt vor dem Bundesliga-Auftakt an diesem Samstag gegen Schalke?

          Man sollte die Partie nicht überbewerten, aber auch nicht komplett außer Acht lassen. Wir wissen, dass wir es nicht optimal gemacht haben.

          Dass eine Mannschaft nach einem Rückstand verunsichert auftritt, ist nicht ungewöhnlich. Gegen Magdeburg ging die Eintracht aber in Führung – und nichts klappte mehr. Haben Sie dafür eine Erklärung?

          Von Verunsicherung würde ich nicht sprechen. Unser Fehler war, dass wir angefangen haben, nur noch zu reagieren statt zu agieren. So wurde es ein bisschen spannender, als es aus unserer Sicht nötig gewesen wäre. Aber egal. Ich bewerte das Spiel ganz sachlich: Im Pokal kommt es aufs Weiterkommen an, das haben wir geschafft. Punkt.

          Großes Thema in der Vorbereitung waren die großen Trainingsumfänge. Sind Sie fitter als im vergangenen Jahr, können Sie bald einen Marathon laufen?

          Einen Marathon könnte ich wahrscheinlich immer laufen, aber in welcher Zeit, das wäre die spannende Frage und warum überhaupt (lacht). Jeder Trainer hat seine eigene Philosophie, worauf er seine Schwerpunkte legt und wie lange er dafür trainieren lässt. Es war neu, dass wir uns schon zum Frühstück getroffen haben und gleich Besprechungen hatten. Aber das war mir egal, man muss ja eh frühstücken und ist immer ein bisschen vorher da, um ein paar individuelle Übungen zu machen. Ich fand jedenfalls nicht, dass es übertrieben hart gewesen wäre, das auf keinen Fall. Es war immer alles abgestimmt. Und es gab nötige Pausen.

          Sie wirken athletischer als zuvor. Täuscht der Eindruck?

          Ich habe vielleicht ein, zwei Kilo verloren. Und ich merke, dass es mir guttut, eine komplette Vorbereitung ohne Beschwerden absolvieren zu können. Letztes Jahr hatte ich gar keine Vorbereitung, weil ich verletzt war. Ich hoffe, dass es so bleibt mit meinem Knie, das ist für mich das Wichtigste: ohne Schmerzen aufstehen und Fußball spielen zu können.

          Wie gewöhnungsbedürftig ist die Verwissenschaftlichung des Trainings?

          Dass Blut während des Trainings abgenommen wird, war bis dahin unüblich. Doch die Wissenschaft macht Fortschritte, warum sollte man die Erkenntnisse also nicht nutzen? Aber grundsätzlich bleibt der Fußball das gleiche Spiel. So war es vor 50 Jahren, und so wird es in 50 Jahren auch sein: Der Ball soll ins Tor.

          Sie werden im Januar 34 Jahre alt. Müssen Sie mehr machen als die jüngeren Spieler, die nachrücken?

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