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Frankfurt gegen Dortmund : Eintracht-Joker gegen den BVB

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Bringt für die Eintracht internationale Erfahrung mit: Jonathan de Guzman Bild: Jan Huebner

Im anstehenden Spiel gegen Dortmund muss die Eintracht mit der richtigen Strategie überzeugen. Vor allem Gelson Fernandes soll für die nötige Laufstärke sorgen.

          An Gelson Fernandes führt bei Eintracht Frankfurt kein Weg vorbei – wenn dessen Laufstärke der Maßstab ist. An den ersten beiden Bundesliga-Spieltagen spulte der defensive Mittelfeldspieler gegen Freiburg (2:0) und Werder Bremen (1:2) exakt 25,42 Kilometer ab. Nur der Gladbacher Jonas Hofmann bringt es aktuell auf ein größeres Pensum als der bewegungsfreudige Frankfurter Fernandes. In der Vorsaison, am 11. März dieses Jahres, musste er am 26. Spieltag in Dortmund als nicht zum Zuge gekommener Bankspieler die Füße still halten. Doch an diesem Freitag (20.30 Uhr) beim Auswärtsspiel gegen den BVB spricht viel dafür, dass der ehemalige Schweizer Nationalspieler von Anfang an ins Laufen kommen soll. Dortmund sei zu Hause „stark“, sagte Fernandes am Dienstag, nachdem er sich Szenen vom 4:1-Auftaktsieg des BVB gegen Leipzig angesehen hatte. „Aber wir müssen kämpfen und dort etwas holen.“ Die unglückliche Niederlage in der Schlussminute gegen Bremen habe die Mannschaft abgehakt, betonte der 32-Jährige.

          Paciencias gute Trainingsleistung

          Für die Jokerrolle beim Champions League-Teilnehmer empfahl sich Goncalo Paciencia mit guten Trainingsleistungen und zwei Treffern im Testspiel gegen Ederbergland (5:0). Doch nun wird der Angreifer aus Portugal mindestens sechs Wochen ausfallen. Denn in seinem linken Knie diagnostizierten die Ärzte einen Riss des Außenmeniskus. Die schwere Verletzung hatte sich der Offensivspieler am Montag im Training ohne Einwirkung eines Gegenspielers zugezogen. Paciencia soll an diesem Donnerstag in Portugal operiert werden. Zusammen mit dessen Mannschaftskollegen Timothy Chandler (Knorpelschaden) und Carlos Salcedo (Syndesmosebandriss) beklagen die Frankfurter bereits den dritten Langzeitverletzten in ihrem Kader.

          Jonathan de Guzman, der bisher über die Rolle des zweimaligen Liga-Teilzeitarbeiters nicht hinauskam, scharrt derweil mit den Füßen. „Natürlich ist die Bank nicht das, was ich will“, sagte er am Dienstag. Wie sein Leidensgenosse Makoto Hasebe muss sich der Mittelfeldspieler in Geduld üben und auf seine Chance warten. Dabei wahrt de Guzman die Umgangsformen, er stört den Betriebsfrieden nicht. „Ich gebe im Training Gas und biete mich dem Trainer an.“ Der Niederländer mit kanadischen Wurzeln ist sich „sicher, dass ich auch zu vielen Einsätzen kommen werde“. De Guzman hat die „anstrengenden Wochen mit drei englischen Wochen“ in der Bundesliga und der Europa League, die der Eintracht nun bevorstehen, im Blick.

          „Da wird jeder Spieler wichtig sein“, meint er. In der Vorsaison machte de Guzman in Dortmund beim unglücklichen 2:3 einen Schritt nach vorne. Nach der Halbzeitpause eingewechselt, lieferte der erfahrene Profi eine überzeugende Vorstellung ab, so dass er im folgenden Heimspiel gegen Mainz (3:0) in der Startformation stand. Es werde ein „schwieriges Unterfangen“ in Dortmund, sagte de Guzman. „Aber ich freue mich auf ein Auswärtsspiel in einem tollen Stadion.“ Mit oder ohne ihn.

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