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Eintracht-Frankfurt-Spieler : „Mit 32 lebt und spielt es sich leichter“

Gelson Fernandes: freut sich über die Unterstützung von Sebastian Rode im defensiven Mittelfeld. Bild: Imago

Gelson Fernandes über seine Rolle als Antreiber in Frankfurt, seine Kommandosprache, die Freude auf Sebastian Rode, die besondere Härte der Rückrunde – und den Ehrgeiz der Eintracht: „Wir wollen alle mehr.“

          Sie sind seit 15 Jahren Profi. Was macht ein gelungenes Wintertrainingslager aus?

          Wenn es ohne Verletzungen abläuft. Es ist das Allerwichtigste, dass alle gesund zurückkommen und an Bord sind, wenn die Punktspiele wieder beginnen. Ich hoffe, dass wir das auch hier schaffen. Wir trainieren sehr hart und intensiv, so wie es sein muss. In der nächsten Woche, nach der Rückkehr, können wir uns in Frankfurt kurz erholen, und dann wollen wir zum Rückrundenstart gegen den SC Freiburg Gas geben.

          Was läuft anders ab als in der Sommervorbereitung?

          Man hat vor allem weniger Zeit. Das schränkt die Möglichkeiten ein, und die Trainer konzentrieren sich eher auf einzelne Schwerpunkte. Unser letztes Bundesligamatch fand kurz vor Weihnachten statt, das ist ja nicht so lange her. Jetzt muss man sehen, dass die Abläufe schnell wieder funktionieren. Im Sommer sind die Umfänge höher, und bei uns kam da zuletzt die spezielle Konstellation hinzu, dass wir einen neuen Trainer bekommen hatten und wir uns erst kennenlernen mussten. Das fällt nun weg. Wir wissen, was wir aneinander haben. Daher geht es hier in Amerika um Details und das Feintuning.

          Wie zufrieden sind Sie mit dem Zwischenstand nach knapp einer Woche in Florida?

          Wir haben zunächst analysiert, was wir in der Vorrunde gut und was wir nicht so gut gemacht haben . . .

          . . . mit welchem Ergebnis?

          Wir hatten ein paar richtig herausragende Spiele, was Intensität und Tempo betrifft. Man hat aber auch gesehen, dass wir Probleme bekommen, wenn wir weniger frisch sind. Welche taktischen Schlussfolgerungen wir daraus ziehen, werde ich nicht verraten, denn dann würden die Gegner sie ja auch kennen (lacht). Aber selbstverständlich üben wir, dass wir weiter Pressing-Situationen schaffen werden, um den Gegner rasch unter Druck zu setzen. Und gleichzeitig schauen wir, dass wir die richtigen Lösungen parat haben, um ins Gegenpressing zu kommen. Wir haben bislang sehr gut gearbeitet. Das Wetter passt, die Bedingungen sind exzellent, darauf lässt sich aufbauen.

          Nach der Bundesliga-Hinrunde stand die Eintracht schon öfter top da. Dann wurden die Ergebnisse in der zweiten Saisonhälfte stets schlechter. Und dieses Mal?

          Die Rückrunde ist immer härter. In allen Ligen auf der ganzen Welt ist es dann schwieriger, die Punkte zu holen. Die Konkurrenz kennt dich inzwischen und weiß, worin du gut bist und wo du Schwächen hast. Und Müdigkeit kommt im Laufe der Saison hinzu, Verletzungen werden oft ein Thema. Also braucht man einen Plan B, C und D. Wir alle wissen doch noch, dass die Eintracht 2016 fast abgestiegen wäre und in die Relegation musste. Auch deswegen ist schön, dass sich uns nun andere Perspektiven bieten. Wir haben 27 Punkte, das ist schon mal wichtig. Zufrieden sind wir damit aber nicht: Wir wollen alle mehr. Und mit jedem Punkt kommt Ruhe im sportlichen Bereich und im Umfeld hinzu, die notwendig ist, um etwas zu erreichen. Nur: Am 19. Januar geht es für uns bei Null wieder los.

          Mit Sebastian Rode hat das Team einen defensiven Mittelfeldspieler mehr im Kader. Fürchten Sie um Ihren Platz?

          Ich finde es gut, dass Sebastian aus Dortmund gekommen ist. Er strahlt Dynamik aus, hat einen guten Blick für die Situation und große Erfahrung. Sebastian bringt weitere Qualität in die Mannschaft.

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