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Eintracht Frankfurt : Zweiter Anlauf gegen Borussia

Im Einsatz: Innenverteidiger Alexander Madlung (rechts) wird wohl gegen Borussia Dortmund am Samstag wieder spielen. Bild: dpa

Trainer Armin Veh schont die Spieler Rode und Zambrano. Das heißt aber auch, dass im Spiel gegen Borussia einige neue Spieler auflaufen. Aber auf einen Mann wird Veh nicht verzichten: Alexander Madlung.

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          Die Chance ist günstig. Weil die Fußballprofis der Frankfurter Eintracht erst wieder in eineinhalb Wochen den Frankfurter Rasen unter Wettkampfbedingungen mit Füßen treten,wird er erneuert. Seit Donnerstag schon geht es rund in der Arena. „Aufgrund der feuchten Witterungsbedingungen der letzten Wochen in Verbindung mit der hohen Belastung durch die vielen Spieltage im Herbst sehen wir keine Chance auf eine vernünftige Regeneration“, sagte Patrik Meyer, der Geschäftsführer der Stadion Frankfurt Management GmbH, der Betreibergesellschaft der Commerzbank-Arena. „Wir erachten daher die üblichen Maßnahmen der Rasenpflege als nicht mehr ausreichend, um unserem Hauptnutzer Eintracht Frankfurt optimale Bedingungen für die wichtigen Spiele in der Bundesliga und der Europa League bieten zu können.“ Bis zum Sonntag sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

          Dann steht auch fest, ob das Pokalspiel gegen Borussia Dortmund wirklich als Mutmacher für die Bundesliga getaugt hat. An diesem Samstag (15.30 Uhr) kommt es zum zweiten Vergleich binnen vier Tagen zwischen der Eintracht und dem BVB. Doch anders als im DFB-Pokalviertelfinale, in dem sich die Frankfurter knapp 0:1 geschlagen geben mussten, werden sich beim Wiedersehen im Westfalenstadion einige neue Spieler präsentieren. Trainer Armin Veh wird die Gelegenheit nutzen, um Carlos Zambrano und Sebastian Rode zu schonen. Und er wird gleichzeitig darüber nachdenken, Bamba Anderson, Stephan Schröck und vielleicht auch Joselu eine Einsatzchance zu geben. Zudem befindet sich Bastian Oczipka nach überstandener Achillessehnenentzündung wieder in einem spielfähigen Zustand. Eines aber wird der 53 Jahre alte Fußballlehrer nicht tun: Alexander Madlung auf die Bank setzen. Dafür hat sich der knorrige Innenverteidiger in den vergangenen Spielen einfach als zu gut und zu verlässlich präsentiert.

          Ohne Schnörkel: Madlung

          Madlung und die Eintracht – das ist eine der erstaunlichsten Geschichten dieses Winters. Denn es stimmt schon: Wenn sich Sportdirektor Bruno Hübner nicht um den 31 Jahre alten Niedersachsen bemüht hätte, wäre er noch heute vereins- und arbeitslos. Aus dem Unruhestand zurück ins Rampenlicht der Bundesliga: Madlung steht sinnbildlich für die allwöchentlich verbreitete Floskel, dass es im Fußball ganz schnell gehen kann. „Wenn ich nicht bundesligatauglich wäre, hätte mich der Trainer nicht geholt“, sagt Madlung selbstbewusst. Gegen Braunschweig, dem Verein seiner Geburtsstadt, hat Madlung unlängst sein 250. Bundesligaspiel absolviert. So wie die meisten anderen zuvor auch: zuverlässig, kompromisslos, ohne Schnörkel. Ein Filigrantechniker ist Madlung nicht – und wird es auch nicht mehr werden. Der Niedersachse ist ein Stopper alter Schule. „Wenn man seine Leistung bringt, ist man anerkannt“, sagt er über das allgemeine Wohlbefinden, das er im Kreise der neuen Spielkameraden verspürt. Madlungs Devise für die kommenden Wochen und Monate: „Ich ziehe hier mein Ding bei der Eintracht durch.“ Worte, die dem Trainer gefallen dürften. Gemeinsam haben Madlung und Veh zu Wolfsburger Zeiten zwischen 2009 und 2010 gearbeitet. Und gemeinsam wollen sie jetzt mit den Frankfurtern etwas erreichen. Vor dem zweiten Wochenduell mit Dortmund sagt Veh: „Wenn wir frisch sind, geht immer was.“

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