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Eintracht Frankfurt : Wiedersehen beim Abschiedsspiel

Flieg, Torwart, flieg: Eintracht-Keeper Lukas Hradecky bei der Arbeit Bild: Reuters

Zum letzten Auftritt der Eintracht in der Frankfurter Arena in dieser Saison gegen den HSV kommt auch Heribert Bruchhagen. Lukas Hradecky sagt vor heimischer Kulisse Lebewohl.

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          Zurück an alter Wirkungsstätte. Natürlich wird Heribert Bruchhagen es sich nicht nehmen lassen, beim Spiel zweier Herzensklubs live vor Ort dabei zu sein. Als der mittlerweile 69 Jahre alte Bruchhagen die Eintracht nach dreizehn Jahren als Vorstandsvorsitzender verließ, um nach nur kurzer Auszeit in gleicher Position beim Hamburger SV anzudocken, bekam er für sein Wirken in Frankfurt zwei Ehrenkarten auf Lebenszeit geschenkt.

          Die kommen an diesem Samstag zum Einsatz, wenn sich am vorletzten Bundesliga-Spieltag der weiter von Europa träumende Tabellensiebte Eintracht und der wieder an seine erstklassige Zukunft glaubende Rangvorletzte HSV von 15.30 Uhr an in der ausverkauften Frankfurter Arena gegenüberstehen. „Ich hoffe auf einen HSV-Sieg, auch wenn mir die Eintracht natürlich am Herzen liegt“, sagte Bruchhagen dem „Hamburger Abendblatt“.

          Eintracht muss gewinnen

          Die sportliche Ausgangslage ist klar: Die Eintracht muss gewinnen, um auf Europakurs zu bleiben und wieder in die Erfolgsspur zu kommen, die die Mannschaft seit Niko Kovacs Ankündigung, vom Sommer an beim FC Bayern München den Trainerjob auszufüllen, verlassen hatte. Drei Niederlagen am Stück, gewürzt mit elf Gegentoren – so schlecht war die Eintracht lange nicht mehr. Gegen den HSV soll die Wende gelingen. Führungsspieler Kevin-Prince Boateng hatte schon zur Wochenmitte stellvertretend für sich und seine Spielkameraden die Parole ausgegeben, „jetzt alles reinzuhauen“ und das abzurufen, was die Mannschaft viele Monate lang ausgezeichnet habe.

          Seit Mittwoch schon, als im Übungsbetrieb hinter schwarzen Sichtblenden Witterung für das Duell mit dem erstarkten HSV aufgenommen wurde, bereitet sich die Eintracht in aller Abgeschiedenheit auf das letzte Heimspiel der in Kürze zu Ende gehenden Saison vor. 51 500 Zuschauer werden in der Commerzbank-Arena dabei sein, um zu sehen, wie sich die letztmalig von Kovac vor heimischem Publikum angeleitete Mannschaft präsentiert.

          Spiele gegen den HSV liegen der Eintracht

          Dabei kann die Eintracht, die mit dem Einsatz der wiedergenesenen Boateng und Ante Rebic rechnet, eigentlich optimistisch in die Begegnung gehen. Spiele gegen den HSV liegen den Frankfurtern nämlich ganz besonders. In den vergangenen elf Auseinandersetzungen gab es bei sechs Siegen und fünf Unentschieden keine einzige Niederlage gegen die Hanseaten.

          Stichwort Hamburg: Der in Buchholz in der Nordheide geborene Alexander Meier hat als Norddeutscher eine besondere Bindung zu seinem einstigen Klub HSV, gegen den er nur zu gerne spielen würde. Allein: Die Entscheidung obliegt seinem scheidenden Trainer. Lässt Kovac den ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönig ein paar Minuten spielen? Kommt Meier in den noch ausstehenden drei Pflichtspielen gegen Hamburg, beim FC Schalke 04 sowie im Berliner Pokalfinale gegen Meister FC Bayern München überhaupt noch zu einem (Kurz-)Einsatz?

          Zum Ausklang ein Jubiläum

          Wer in jedem Fall spielen wird, das wird Lukas Hradecky sein. Der finnische Keeper der Frankfurter hat sich immer noch nicht final geäußert, bei welchem Klub er von der kommenden Saison an zwischen den Pfosten stehen wird. Bei der Eintracht jedenfalls nicht. Der Verein hat sich längst einen Nachfolger gesichert und bei Hradeckys einstigem Klub Bröndy IF bedient und Frederick Rönnow bis einschließlich 30. Juni 2022 verpflichtet.

          Der aus Frankfurt weggehende einstige Publikumsliebling Hradecky wird gegen den HSV sein 100. Bundesligaspiel absolvieren. Zum Ausklang also ein Jubiläum. Hradecky und Kollegen wollen es beim Wiedersehen mit ihrem alten Vorstandsvorsitzenden Bruchhagen ausgiebig feiern und genießen.

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