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Testspiel gegen FSV : Die Eintracht verärgert Kovac

  • -Aktualisiert am

Wiedersehen als Widersacher: Patrick Ochs und Alex Meier lassen beim Kampf um den Ball ihre Freundschaft ruhen. Bild: Jan Huebner

Im Testspiel setzt sich der FSV gegen die Eintracht mit einem 3:2 durch. Hrgota trifft für den Bundesligasiebten doppelt, Ochs und Kader erzielen die Tore zum Sieg des Außenseiters.

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          Titel hat der FSV Frankfurt in den vergangenen Jahren nicht geholt. Nach dem Abstieg in die dritte Fußball-Profiliga könnten die Bornheimer in dieser Saison Hessenpokalsieger werden. Gewinner der inoffiziellen Frankfurter Stadtmeisterschaft – davon hatte zumindest FSV-Geschäftsführer Clemens Krüger vor dem Testspiel gegen die Frankfurter Eintracht gesprochen – sind die Bornheimer nach seiner Denkweise schon mal geworden. Am Donnerstag gewann der FSV, der in seiner Spielklasse zum Kreis der Spitzenmannschaften gehört, gegen den Bundesliga-Klub im eigenen Stadion verdientermaßen 3:2. Die Treffer für den FSV erzielten zweimal Cagatay Kader (40. und 59. Minute) sowie Patrick Ochs (35.).

          Für die Eintracht war Branimir Hrgota (37. und 76.) ebenfalls zweimal erfolgreich. Nach der Privatspielniederlage Anfang Oktober gegen Sandhausen (1:3) bekleckerte sich die Eintracht abermals nicht mit Ruhm. Solche Partien animieren sie offenbar nicht, ihr Leistungsvermögen abzurufen. „Das Ergebnis ist sekundär“, sagte zwar Trainer Niko Kovac. „Trotzdem ärgert mich das, dass wir solche Spiele so verlieren.“ In der Bundesliga kassierte die Eintracht in zehn Spielen acht Gegentore, in den beiden Testspielen waren es jedoch sechs. „Da stimmt irgend etwas nicht“, monierte Kovac. Nur der Doppeltorschütze Hrgota erhielt von ihm ein Lob. „Er hat das Spiel sehr ernst genommen und es außerordentlich gut gemacht.“

          Ungenügende Verteidigungsarbeit bestraft

          Es war ein Treffen in Freundschaft im zweiten Anlauf. Schon in der vorausgegangenen Länderspielpause war ein Stadtduell geplant gewesen. Die Zuschauereinnahmen kamen dem FSV zugute. Allerdings fiel der Publikumszuspruch mit 2285 Besuchern nicht besonders üppig aus.

          In der Startformation der Eintracht standen nur vier Stammspieler: David Abraham, Bastian Oczipka, Szabolcs Huszti und Alexander Meier. Die drei Nachwuchsspieler Niklas Thiel (Rechtsverteidiger), Furkan Zorba (Linksverteidiger) und Mittelfeldspieler Aymane Barkok durften sich von Anfang an zeigen. Oczipka kam auf der linken Außenbahn zum Einsatz. Und Spielpraxis sammeln konnten Innenverteidiger Michael Hector und Mittelfeldspieler Slobodan Medojevic. Rechtsverteidiger Yanni Regäsel (Adduktorenprobleme) zählte hingegen nicht zum Kader. Das Tor der Eintracht hütete der dritte Keeper Leon Bätge.

          Die Bornheimer, bei denen ihr torgefährlicher Stratege Massimo Ornatelli nicht im Aufgebot stand, geizten zunächst mit zielstrebigen Aktionen. Selbst den Freistoß in der 25. Minute aus aussichtsreicher Position setzte Shawn Barry weit über das Eintracht-Tor. Doch nach 35 Minuten bestrafte FSV-Kapitän Ochs, ein ehemaliger Eintrachtler, die ungenügende Verteidigungsarbeit des Erstliga-Vereins mit dem Führungstreffer. Im Anschluss an ein Zuspiel von Maurice Deville nutzte Ochs seinen Freiraum auf der rechten Seite.

          Gerne höher gewonnen

          Auf einmal waren beide Teams in Torlaune. Hrgota ließ der FSV so lange walten, bis dem Schweden mit einem plazierten Schuss das 1:1 gelang. Nur drei Minuten später brachte Kader – diesmal war Ochs der Vorbereiter – den FSV wieder nach vorne. Die erste gute Aktion der Eintracht in der zweiten Halbzeit bereitete Ante Rebic vor. Der Kopfball von Meier ging jedoch neben das Tor. Rebic war wie Omar Mascarell, Enis Bunjaki und Noel Knothe ins Spiel gekommen.

          Im Gegenzug war für Abraham, Oczipka, Huszti und Thiel der Arbeitstag beendet. Kader machte noch einmal auf sich aufmerksam – mit seinem Treffer zum 3:1. Nach 73 Minuten verpasste Adil Chihi das 4:1, stattdessen verkürzte Hrgota. Der Verlierer aber war am Ende die Eintracht. „Es war schön gewesen, gegen die Eintracht zu spielen“, sagte Ochs. „Wir hätten höher gewinnen können.“

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