https://www.faz.net/-gzg-8g3kf

Eintracht Frankfurt : „Ich bin sicher: Wir schaffen es“

In der Warteschleife: Alex Meier weiß noch nicht, wann er wieder das Eintracht-Trikot tragen wird. Bild: Heiko Rhode

Alex Meier macht sich keine Gedanken über die zweite Liga – der verletzte Topstürmer über den Glauben an eine erstklassige Zukunft der Eintracht und seinen Comeback-Plan.

          4 Min.

           

          Marc Heinrich
          Sportredakteur.

          Wie geht es Ihnen?

          Ganz okay. Ich kann nicht klagen. Die Operation ist ja noch nicht so lange her, und die Entwicklung seitdem läuft ordentlich. Ich bin im Zeitplan, das bestätigen auch die Ärzte und Physiotherapeuten, die mich bei der Behandlung unterstützen. Ich wäre natürlich am liebsten schon wieder mit der Mannschaft auf dem Platz. Aber die Übungen, die ich bislang machen konnte, haben gut geklappt.

          Welche Belastungen absolvieren Sie schon?

          Seit knapp einer Woche fahre ich wieder Fahrrad. Noch im ganz überschaubaren Rahmen mit niedriger Dosis. Ich hoffe, dass ich bald wieder mit dem Laufen anfangen kann. Ich kann aber nicht sagen, ob es fünf, acht oder zwölf Tage dauert, bis es so weit ist. Wir müssen jetzt schauen, wie das Knie reagiert, wenn ich das Ganze nach und nach steigere. Geduld ist wichtig. Ich habe ja schon ein paar Reha-Phasen im Laufe meiner Karriere hinter mich gebracht und weiß, dass man nichts überstürzen soll. Es kann sein, dass das Knie ansonsten wieder dick wird oder anfängt zu schmerzen.

          Über Ursache und Ausmaß der Verletzung gibt es seit Ihrem letzten Einsatz am 23. Spieltag beim 0:0 gegen Schalke unterschiedliche Versionen: Was genau ist an Ihrem Knie in Mitleidenschaft gezogen worden?

          Ich bin ja kein Arzt, sondern auch nur ein Laie. Erklären kann ich es deswegen nicht exakt. Nur so viel kann ich sagen: Die Schmerzen hatten nichts mit meiner Vorgeschichte und den Operationen an der Patellasehne zu tun, wie manche behauptet haben. Im Alltag habe ich seit dem erfolgreichen Eingriff schon gar keine Probleme mehr. Nur wann ich zurückkomme, lässt sich nicht prognostizieren. Auch wenn viel spekuliert wird: Ich weiß nicht, wann ich wieder spielen kann, und es weiß auch sonst niemand. Die Verletzung muss richtig heilen, das ist Fakt, dann stehe ich wieder zur Verfügung.

          Wie üben Sie aktuell Ihre Rolle als Kapitän aus?

          Beim letzten Heimspiel gegen Hoffenheim konnte ich leider nicht auf der Tribüne sitzen. Da musste ich nach der OP das Knie noch viel hochlegen, und es wäre kontraproduktiv gewesen, wenn ich drei bis vier Stunden auf den Beinen gewesen wäre. Ich schaue regelmäßig im Training und auf der Geschäftsstelle vorbei, tausche mich mit dem Trainer und den Betreuern aus, rede mit den Jungs. Die gegenwärtige Situation, in der wir uns im Abstiegskampf befinden, beschäftigt natürlich auch mich sehr.

          Es geht bei der Eintracht ganz oft immer nur um Sie: Wenn Sie dabei sind, lastet aufgrund Ihrer Goalgetter-Qualitäten ein hoher Erwartung auf Ihren Schultern. Sind Sie nicht dabei, dann spricht auch jeder über Ihr Fehlen. Wird Ihnen das nicht manchmal zu viel?

          Nein. Das gehört dazu. Ich bin nicht heiß darauf und muss auch nicht jeden Tag ein Interview geben, aber so ist es nun mal im Bundesligageschäft. Es ist dazu ein schnelllebiges, das habe ich auch gelernt. Hätten wir zum Beispiel die letzten drei Spiele ohne mich locker gewonnen, würde sich jetzt keiner so für mich interessieren (lacht).

          Sie sind als Zuschauer dabei: Wie ist Ihr Eindruck vom Zustand der Mannschaft?

          Er ist gut. Ich sehe ein Team, das sich stabilisiert hat. Gerade defensiv stehen wir viel sicherer. In Leverkusen waren wir über siebzig Minuten richtig gut. Die Mannschaft ist total intakt, es gibt keine Auseinandersetzungen wie vor dem Abstieg 2011, wir haben die Situation verinnerlicht und befinden uns auf einem Weg, der mir Mut macht. Bis zum 0:1 am Samstag gegen Bayer 04 hatten wir klar die besseren Chancen. Wenn wir das erste Tor geschossen hätten, wären wir mit einer großen Wahrscheinlichkeit als Sieger vom Platz gegangen. Das hätte uns richtig gutgetan und den Glauben noch weiter gestärkt, dass wir Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt haben werden. Auch gegen Hoffenheim standen wir dicht davor. Was uns noch fehlt, ist das Aha-Erlebnis, das alle mitreißt und für den Stimmungsumschwung sorgt. Aber wir werden es schaffen, da bin ich sicher.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Menschen in der Wiesbadener Fußgängerzone

          Sinkende Impfbereitschaft : Sorgen vor dem Corona-Herbst

          Während die Infektionszahlen weiter steigen, lassen sich immer weniger Menschen gegen das Virus impfen. In Berlin wachsen die Befürchtungen, dass neue Einschränkungen nötig werden.
          Tesla-Chef Elon Musk

          Elon Musk : Tesla feiert sein Überleben mit Rekordzahlen

          Elon Musk spricht vom Jahr des Durchbruchs für Tesla. Erstmals fährt der Elektroautokonzern mehr als eine Milliarde Dollar Quartalsgewinn ein. Musk erhält zur Belohnung Aktienoptionen im Wert von 176 Millionen Dollar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.