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Frankfurt im Trainingslager : Eintracht bei der „wahri Liebi“

Frische Bergluft für den langen Atem: Die Eintracht nimmt in Thun Anlauf vor einer anstrengenden Saison. Bild: Jan Huebner

Die Frankfurter starten mit Schwung in ihr Trainingslager am Thunersee. Es ist viel Bewegung im Team von Adi Hütter – das liegt nicht nur an den Übungseinheiten.

          Der Reisetross der Eintracht hat sich für eine Doppellösung entschieden, um in die Schweiz zu kommen. Erst mit dem Flugzeug von Frankfurt nach Basel, dann weiter mit dem Bus in die Berge. Um 12.41 Uhr war das Ziel erreicht. Thun, die Stadt der Alpen, wie sie auch genannt wird. Das Tor zum Berner Oberland, 560 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, mit gut 90.000 Einwohnern die elftgrößte Stadt der Schweiz – und für die kommenden drei Tage Schauplatz des ersten sommerlichen Trainingslagers der Frankfurter Eintracht.

          Das Sportzentrum Lachen, 200 Meter vom Thunersee entfernt gelegen, wird für die Mannschaft von Trainer Adi Hütter Dreh- und Angelpunkt sein. Bis 2011 ist das Lachen-Stadion die Spielstätte des FC Thun gewesen, der seitdem vor den Toren der Stadt in einer neugebauten Arena seine Heimspiele in der ersten Schweizer Liga austrägt – unter dem schönen Vereinsmotto: „FC Thun – Wahri Liebi“. Der einstige Schweizer Meistermacher Hütter, der mit seiner Mannschaft Unterschlupf in einem Hotel am See im südlich gelegenen Stadtteil Gwatt gefunden hat, hat sich auch deshalb für Thun entschieden, weil die Eintracht zur Wochenmitte schnell in das nahe gelegene Biel übersiedeln kann. Dort finden am Mittwoch und Freitag (jeweils 20 Uhr) zwei Spiele im Rahmen des Uhren-Cups gegen die Young Boys Bern und den FC Luzern statt.

          Zukunft von Ante Rebic ungewiss

          28 Feldspieler und drei Torhüter hat Hütter mit in das Land genommen, in dem ihm vor seinem Wechsel nach Frankfurt das Kunststück geglückt ist, mit den Young Boys erstmals nach 32 Jahren wieder den Meistertitel in die Hauptstadt zu holen. Stammkraft Kevin Trapp gehört noch nicht zur Gruppe der Keeper, die vorerst von Dänemark-Rückkehrer Frederik Rönnow und Felix Wiedwald gebildet wird. Auch der U-19-Torhüter Elias Bördner darf erstklassige Trainingslagerluft an den Gestaden des Thunersees schnuppern. Dass der erst 17 Jahre alte Bördner überhaupt dabei ist, hat mjt Jan Zimmermann zu tun, dessen Frau das erste Kind erwartet.

          Was die Zukunft für Ante Rebic bringt, ist ungewiss. Der Kroate ist vertraglich weiterhin an die Eintracht gebunden, bis einschließlich 30. Juni 2022 sogar. Doch ob es auch wirklich zum beiderseitigen Treueschwur kommt, ist fraglich. Immer wieder wird der bullige, kaum zu zähmende und oft zum Eigensinn neigende Angreifer mit ausländischen Klubs der Spitzenklasse in Verbindung gebracht. Zuletzt und angeblich besonders intensiv soll das Werben von Atletico Madrid gewesen sein. Allein: Passiert ist nichts. Die Spanier haben sich im Gegenteil schon einmal die Dienste des Portugiesen Joao Felix für die in diesen abenteuerlichen Zeiten fast schon erwartbare Ablösesumme von 126 Millionen Euro gesichert. Für Rebic, sollte er denn doch noch die Eintracht verlassen, sind 40 Millionen Euro im Gespräch.

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