https://www.faz.net/-gzg-9l2es

Eintracht Frankfurt : Torros neuer Anlauf

Das Warten hat ein Ende: Lucas Torro steht der Eintracht wieder zur Verfügung. Bild: Jan Huebner

Der Spanier Lucas Torro steht nach vier Monaten Pause vor seinem Comeback bei der Eintracht. Im Test beim Kreisligaklub Mensfelden soll er erstmals wieder im Team von Trainer Hütter spielen.

          2 Min.

          Wieder ruht der Spielbetrieb – und wieder steht Lucas Torro im Blickpunkt. Beim ersten Mal unfreiwillig, denn es wurde bekannt, dass sich der unter einer Schambeinentzündung leidende Mittelfeldspieler einer Operation unterziehen müsse. Tatsächlich flog der Spanier Ende November in seine Heimat, um in Barcelona einen entsprechenden Eingriff vornehmen zu lassen. Die Prognose der Ärzte damals: Torro wird der Eintracht vier bis fünf Monate fehlen. Torros Comeback vollzieht sich in der kürzeren Zeitspanne.

          An diesem Donnerstag, wenn die Eintracht spielerisch Öffentlichkeitsarbeit an der Basis betreibt und sich in aller Freundschaft mit dem Kreisliga-A-Verein TuS 1894 Mensfelden misst, wird der 24 Jahre alte Spanier erstmals wieder dabei sein. Zuletzt durfte Torro beim furiosen 7:1 gegen die Düsseldorfer Fortuna zeigen, dass er der Mannschaft von Trainer Adi Hütter eine Hilfe sein kann. Vergessen ist auch nicht sein Kopfballtor an der französischen Mittelmeerküste. Im ersten Europa-League-Spiel der Eintracht hatte Torro einen nicht unerheblichen Anteil am späteren 2:1-Auswärtserfolg bei Olympique Marseille, als er in der 52. Minute den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte.

          In besonderem Maße bemerkbar

          Zwei Wochen Pause in der Bundesliga. Der Ligabetrieb ruht, weil sich rund um den Globus die Nationalmannschaften messen. Bei der Eintracht macht sich dies in besonderem Maße bemerkbar. Gleich neun Auswahlspieler haben sich von Frankfurt aus auf den Weg in alle Himmelsrichtungen gemacht. Diejenigen, die geblieben sind, haben sich zum Frühlingsanfang am Mittwoch auf dem Übungsareal an der Frankfurter Arena getroffen. Eine überschaubare Truppe. Zehn Feldspieler und drei Torhüter tummelten sich bei strahlendem Sonnenschein auf dem Rasenplatz, während schräg gegenüber Bagger und Raupen den Belag von einem der beiden Kunstrasenplätze komplett abtrugen.

          Beim Kick an diesem Donnerstag in Mensfelden im Landkreis Limburg-Weilburg, einer der Hochburgen der Eintracht-Anhänger, kann Torro zeigen, in welcher Verfassung er sich befindet. Am Mittwoch, als zumeist spaßbetont trainiert und lange Zeit viel auf engem Raum gespielt und gepasst wurde, gab es noch keine nachhaltigen Indizien über Torros Leistungsvermögen. Und auch am Ende der knapp zweistündigen Übungseinheit gehörte Torro nicht zu denjenigen, die beim beliebten Distanzschießen herausragten. Schüsse jenseits der Strafraumgrenze ohne Verteidiger auf das Tor: Wer traf, durfte aufhören. Auch Hütter und sein Assistent Christian Peintinger machten munter mit. Hütter, der mit einem seiner Schüsse sogar über das Fangnetz zielte, überließ es seinem österreichischen Landsmann, zuerst zu treffen, was diesen zu einem lauten Jubel motivierte.

          Auch Almamy Touré hätte normalerweise bei diesem Wettschießen mitgemacht. Schließlich war der 22 Jahre alte Abwehrspieler schon auf dem Stadiongelände, um sich auf die nahende Übungseinheit vorzubereiten. Doch dann klingelte sein Handy – und kurze Zeit später verließ Touré Frankfurt. Der Verteidiger hatte eine Einladung für die U-21-Nationalmannschaft Frankreichs erhalten. Eine Einladung, die er nicht ausschlagen konnte und auch nicht ausschlagen wollte. Denn in der Abwägung, ob Mali oder Frankreich, war die Antwort klar: Touré, der beide Staatsbürgerschaften besitzt, würde sich dem Land des Weltmeisters anschließen. An diesem Donnerstag gehört er zum Aufgebot der Equipe, die sich von 18.30 Uhr an in Essen mit der deutschen Auswahl von Trainer Stefan Kuntz misst.

          Eine halbe Stunde früher, um 18 Uhr, wird das Privatspiel der Eintracht auf der Sportanlage am Mensfelder Kopf angepfiffen. Ohne Tourè, aber mit Torro. Am Tag darauf wird Hütter die Daheimgebliebenen zu einer kurzen Trainingseinheit bitten und anschließend für drei freie Tage in eine Art Kurzurlaub schicken, ehe am Dienstag die Vorbereitungen für das Heimspiel gegen Stuttgart starten. Dann auch wieder mit Touré.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Im Bundesdurchschnitt könnten Eigenheimbesitzer fünfeinhalb Jahre früher schuldenfrei sein als zu Finanzierungsbeginn vor zehn Jahren geplant.

          Baufinanzierung : Schneller schuldenfrei

          Der kluge Umgang mit der Baufinanzierung kann Kreditnehmern viel Zeit und Geld sparen. Doch es gilt einiges zu beachten. Die regionalen Unterschiede sind nämlich groß.
          Pizza ist lecker - aber nur, wenn sie nicht als Ersatz für Pasta herhalten muss.

          Hanks Welt : Pizza statt Pasta

          Kurzarbeit ist auf Dauer auch keine Lösung - und führt dazu, dass die Konjunktur langsamer wieder anspringt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.