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Eintracht Frankfurt : Schaaf bremst Rückkehrer

  • -Aktualisiert am

Auf Tuchfühlung: Eintracht-Trainer Thomas Schaaf mit seiner Mannschaft beim Laktattest. Bild: Heiko Rhode

Bei der Eintracht melden sich manche Profis wieder fit, zum Beispiel Torwart Trapp. Der Trainer will aber nichts überstürzen. Er testet einen Stürmer aus Japan – und Yaffa erhält einen Vertrag.

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          Für die meisten Eintracht-Profis hat das neue Arbeitsjahr am Montag mit einem Laktattest begonnen. Nur Sebastian Oczipka, Vaclav Kadlec, David Kinsombi, Joel Gerezgiher und der neue aserbaidschanische Torwart Emil Balayev waren befreit, sie hatten schließlich am Abend zuvor die Frankfurter Eintracht beim Mannheimer Hallenturnier glänzend vertreten und den Turniersieg im Neunmeterschießen gegen den Karlsruher SC erlangt. Marco Russ wäre wohl auch lieber in Mannheim dabei gewesen. Er mag die Ausdauertests nicht besonders. Dieser Tag sei für ihn der schlimmste der gesamten Vorbereitung. Haris Seferovic kam um die Rundendreherei im Kalbacher Sportzentrum herum, er fehlte wegen eines Infektes und stößt erst Ende der Woche zur Mannschaft. Bestens gelaunt dagegen erschien Kevin Trapp. Nach seiner langen Verletzungspause wegen des Risses des Syndesmosebandes fühlt sich der Torwart wieder 100-prozentig fit und kann es kaum abwarten, dies sich und allen anderen zu beweisen. „Der Test ist gut gelaufen. Vor allem aber fühlt sich der Fuß gut an. Ich habe keine Schmerzen.“ Trapp will unbedingt zum Rückrundenstart am 31. Januar in Freiburg wieder im Eintracht-Tor stehen. Dafür verzichtete er sogar auf den Weihnachtsurlaub. „Ich habe durchtrainiert, weil ich noch einiges aufzuholen hatte“, berichtete er.

          In Kalbach tauchte auch ein neues Gesicht im Eintracht-Trikot auf. Der Japaner Musashi Suzuki begann am Montag ein einwöchiges Probetraining. Der 20 Jahre alte Mittelstürmer der japanischen Junioren-Auswahl U23 war Trainer Thomas Schaaf und Sportdirektor Bruno Hübner bei deren Japan-Aufenthalt im vergangenen Herbst aufgefallen. Der Profi des Erstligaklubs Albirex Niigata erzielte in der gerade abgelaufenen Spielzeit in 33 Pflichtspielen sechs Tore. Zudem traf der Sohn eines Jamaikaners und einer Japanerin bei den Asien-Spielen der U-23-Auswahl in fünf Partien dreimal. „Schauen wir, was dabei herauskommt“, sagte Trainer Schaaf auf seine gewohnt zurückhaltende Art. Er hält Neuverpflichtungen für nicht unbedingt erforderlich, schließt sie aber auch nicht ganz aus. „Wir haben unseren Kader erst mal beisammen, wir können das Ganze ganz entspannt betrachten“, so Schaaf.

          Wer kommt mit nach Abu Dhabi?

          Eine Verpflichtung meldete die Eintracht am Montag dann doch, aber keine, die den Profikader durcheinanderwirbeln wird. Der 19 Jahre alte gambische Junioren-Nationalspieler Yusupha Yaffa erhielt einen Vertrag über ein halbes Jahr bis Juni 2015, ist aber zunächst eher für die U 19 vorgesehen. Der vereinslose Stürmer, der in der Jugendakademie des AC Mailand groß wurde, trainiert seit Oktober in Frankfurt mit. Nachdem er kürzlich die italienische Staatsbürgerschaft erhielt, ist er nun bei den U-19-Junioren spielberechtigt. Yaffa reist an diesem Dienstag mit der A-Jugend in deren Trainingslager nach Side in die Türkei.

          Der Kader für das Trainingslager der Profis in Abu Dhabi vom 13. bis 21. Januar steht noch nicht ganz fest. Felix Wiedwald sollte dabei sein, seine Werte haben sich stark verbessert. Bei dem Torwart war Anfang Dezember das Pfeiffersche Drüsenfieber diagnostiziert worden. Stürmer Nelson Valdez fühlte sich nach seinem Kreuzbandriss im vergangenen August auch schon wieder bereit, nachdem der Heilungsverlauf außerordentlich gut verlief. Doch Trainer Schaaf bremste ihn. Er setzt lieber auf einen langsamen Aufbau. Genauso bei Innenverteidiger Carlos Zambrano (Außenbandriss). Der Peruaner kehrt am Mittwoch aus seiner Heimat zurück, berichtete jedoch schon telefonisch von guten Fortschritten.

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