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Eintracht Frankfurt : Rhein kündigt nach Fan-Randale härtere Gangart an

  • Aktualisiert am

Auch ein großes Polizeiaufgebot konnte beim Pokalspiel zwischen Frankfurt und Kaiserslautern neuerliche Randale nicht verhindern Bild: Fricke, Helmut

„Allein auf die Selbstreinigungskräfte der Fangruppen zu setzen, reicht offenbar nicht aus“, meint Hessens Innenminister Rhein. Deshalb soll die Polizei bei Randale härter durchgreifen.

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          Nach den Ausschreitungen beim DFB-Pokalspiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Kaiserslautern hat Hessens Innenminister Boris Rhein ein härteres Vorgehen der Polizei angekündigt. „Allein auf die Selbstreinigungskräfte der Fangruppen zu setzen, reicht offenbar nicht aus, um die gewaltbereiten Ultras zum Einlenken zu bewegen“, sagte der CDU-Politiker in einer Pressemitteilung vom Freitag. „Ab sofort legt die Polizei eine härtere Gangart gegen gewaltbereite Problemfans ein.“

          Nach den ersten Auswertungen der gewalttätigen Angriffe auf Polizeibeamte am Mittwoch bemängelte Rhein: „Bisher haben die Verantwortlichen der Frankfurter Ultras Gesprächsangebote vonseiten der Polizei ignoriert. Stattdessen attackierten Ultras und Hooligans am vergangenen Mittwoch gezielt Polizeibeamte und verletzten diese zum Teil schwer. Die Gewalt der sogenannten Fußballfans hat jetzt eine Qualität erreicht, der wir entschieden entgegenwirken werden.“

          Acht verletzte Beamte und neun Festnahmen lautete die Polizei-Bilanz nach dem brisanten Südwestderby. „Es muss einen Dialog geben, um diese gewaltbereiten Fans auszugrenzen. Das Thema wird uns noch lange Zeit beschäftigen. Es ist ermüdend, aber wir geben nicht auf“, hatte Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen gesagt. Liga-Präsident Reinhard Rauball kündigte in der „Süddeutschen
          Zeitung“ (Freitag) einen Runden Tisch mit dem Bundesinnenministerium, den Landesinnenministern und der Polizei für den 14. November an.

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