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Eintracht Frankfurt : Punkte sammeln beim FSV

  • -Aktualisiert am

Konzentration: Slobodan Medojevic steht vor seinem Premierenspiel. Bild: Heiko Rhode

Das Frankfurt Derby von Eintracht und FSV rückt näher: Zeit für Trainer Schaaf seine Mannschaft unter die Lupe zu nehmen. Für das Spiel holt er Madlung, Flum und Oczipka auf das Feld. Und Medojevic gibt sein Debüt.

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          Die Null steht – aber in einigen Fällen soll sich das schnell ändern. Im inzwischen stattlichen, 27 Mann starken Kader von Eintracht Frankfurt gibt es ein paar Spieler, die in den drei Pflichtspielen der Saison, zweimal Bundesliga, einmal Pokal, noch keine Minute zum Einsatz gekommen sind. Und bei denen das nicht an einer Verletzung oder Erkrankung lag. Es ist der Preis für den großen Konkurrenzkampf, nicht nur in Frankfurt, und eigentlich ist es eine schlechte Zeit, um an der misslichen Lage etwas zu ändern – schließlich ist Länderspielpause. Bei der Eintracht aber hat sich für die Profis im Wartestand eine Chance aufgetan, sich mal wieder zu präsentieren, schließlich steigt an diesem Freitag (18.30) am Bornheimer Hang das Test- und Benefizspiel gegen den FSV Frankfurt – das dem schwer erkrankten Dietmar Roth, einst Profi bei beiden Vereinen, zugutekommen soll. Einige könnten bei der Gelegenheit mal „zeigen, was sie drauf haben“, sagt Trainer Thomas Schaaf. „Punkte sammeln“ nennt er das interne Rennen um die wenigen Startplätze in den Pflichtspielen, dafür sei jedes einzelne Training gut – und erst recht ein Kräftemessen mit dem Nachbarn aus der zweiten Liga.

          Uwe Marx

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Innenverteidiger Alexander Madlung ist einer jener Spieler, die bisher noch nicht zum Zug kamen, einer der großen Gewinner der vergangenen Rückrunde also. Oder Bastian Oczipka, der in seiner besten Zeit schon als kommender Nationalspieler gehandelt wurde, dem aber – nach vielen Verletzungen – Constant Djakpa als Linksverteidiger den Rang abgelaufen hat. Oder Felix Wiedwald, wobei es ja üblich ist, dass ein Torwart Nummer zwei warten können muss. Ihm wird Schaaf gegen den FSV trotzdem mal wieder einen Praxistest verschaffen, das ist ziemlich sicher. Und zwar über 90 Minuten. „Die Tendenz geht in diese Richtung“, sagt Schaaf. Kapitän und Stammkeeper Kevin Trapp darf also ausruhen.

          Flum will seinen Status verbessern

          Ohnehin sei es ihm wichtig, sagte Schaaf, den einen oder anderen mal wieder während eines kompletten Spiels unter die Lupe zu nehmen, anstatt möglichst viele Spieler in die Partie zu werfen – was bei jeder Menge abgestellter Nationalspieler oder verletzter Profis ohnehin nur bedingt möglich ist. Martin Lanig zum Beispiel, der unter Schaaf etwas überraschend einen Stammplatz ergattert hat, meldete sich am Donnerstag mit Knieproblemen ab. Einer mehr also. Denn auch von Neuzugang Makoto Hasebe, seinem Nebenmann im defensiven Mittelfeld, war nichts Gutes zu hören: Der Japaner hat es ebenfalls am Knie, brach seine Länderspielreise mit Japan ab, kehrte bereits nach Frankfurt zurück und fällt für unbestimmte Zeit aus. Umso interessanter also, wie sich Mittelfeldspieler Slobodan Medojevic, der gerade erst vom VfL Wolfsburg verpflichtete serbische Mittelfeldspieler, bei der Eintracht schlägt.

          Schaaf wird nach Absprache mit U-19-Trainer Daniyel Cimen zwar einige Eintracht-Talente in den Kader für das FSV Spiel aufnehmen, aber Priorität haben die Wartenden von der Bank oder Tribüne. Dazu gehören – von Schaaf namentlich erwähnt – der junge Abwehrspieler David Kinsombi, zu Saisonbeginn vom Liga-Konkurrenten Mainz 05 gekommen, und Johannes Flum – auch wenn der frühere Freiburger am ersten Spieltag schon zum Einsatz kam. Allerdings nur für wenige Minuten. Flum, der in der vergangenen Saison in 26 Bundesligaspielen der Frankfurter zum Einsatz kam und dabei drei Tore erzielte, versichert, dass er die Geduld und die Hartnäckigkeit mitbringen werde, um seinen Status wieder zu verbessern. Vermutlich schon gegen den FSV. Kein Punktspiel zwar – aber Punkte sammeln kann auch er trotzdem. Schaaf zählt mit.

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