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Eintracht Frankfurt : Marco Fabian auf dem Absprung

  • -Aktualisiert am

Keine Zukunft mehr in Frankfurt: Marco Fabian zieht es in die Vereinigten Staaten. Bild: Imago

Marco Fabian spielt in der Planung von Eintracht-Trainer Hütter keine Rolle mehr. Nun steht der 29 Jahre alte Mexikaner vor einem Wechsel nach Amerika.

          Am Dienstag verhinderten Zahnschmerzen, dass Marco Fabian am Training teilnehmen konnte. Auch einen Tag später gehörte der Mexikaner nicht zur Trainingsgruppe der Eintracht-Profis, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit übte. Der 29 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler ist auf dem Absprung. Und diesmal könnte Fabian seinen Wechsel des Arbeitgebers wirklich vollziehen. Wie der amerikanische Sender ESPN berichtet, steht Philadelphia Union aus der Major League Soccer (MLS) kurz vor der Verpflichtung des mexikanischen Nationalspielers. Auch nach Informationen dieser Zeitung führt die Eintracht Gespräche mit dem Klub aus den Vereinigten Staaten. Fabian soll sich schon von seinen Kollegen in Frankfurt verabschiedet haben. In Amerika beginnt die Transferperiode in wenigen Tagen. Anfang März starten die Amerikaner dann in ihre Saison. Amerika als neuen Arbeitsplatz kann sich Fabian gut vorstellen, gäbe es dort doch reichlich Orte mit hoher Lebensqualität. Außerdem hält er die MLS für eine Liga, die sportlich im Kommen sei.

          Fabian ist schon seit einiger Zeit ein Wechselkandidat. In den Planungen von Eintracht-Cheftrainer Adi Hütter spielt der Mexikaner, der in Frankfurt als Fußballprofi eine wechselhafte Zeit mit Höhen und Tiefen erlebte, keine Rolle mehr. Nur ein Erstliga-Einsatz im Hinspiel in Dortmund (1:3) dokumentiert seine manifestierte Nebenrolle in dieser Saison, für die Europa League hatte ihn sein Verein erst gar nicht gemeldet. Aber der Spielmacher will wieder aktiv seiner Spielkunst frönen, die er an seinen guten Tagen eindrucksvoll gezeigt hatte. Aus aller Herren Länder soll es für ihn zuletzt Interessenten gegeben haben. Die Rede war von China, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Spanien. Auch Inter Miami aus Florida, der neue Klub von David Beckham, warb anscheinend um die Dienste von Fabian.

          Aus Partnern werden Feinde

          Der Verein ist jedoch erst 2020 in der MLS spielberechtigt. Am meisten angenähert hatten sich in der Vergangenheit Fabian und Fenerbahce Istanbul. Vor dieser Saison ließ sich der Mittelfeldspieler in Istanbul im Beisein türkischer Fußballanhänger mit dem Vereinsschal fotografieren. Doch im Anschluss an den Medizincheck von Fabian war die Faktenlage neu: Die Türken behaupteten, aus gesundheitlichen Gründen von einem Transfer des Spielers Abstand genommen zu haben. Fabian wiederum bestritt gesundheitliche Probleme und wies energisch darauf hin, dass Fenerbahce Zusagen habe nicht einhalten wollen und Vertragspunkte geändert habe. Aus vermeintlichen Partnern wurden Streithähne in der Sache. Auch die Eintracht verlieh ihrer Empörung über das Verhalten von Fenerbahce Ausdruck.

          Die Frankfurter hatten Fabian im Januar 2016 für geschätzt 3,7 Millionen Euro von Guadalajara zu sich geholt. In der Hinrunde der Spielzeit 2016/2017 prägte der Techniker mit starken Leistungen das Offensivspiel seiner Mannschaft. Drei Tore und vier Vorlagen waren Ausdruck seiner Schaffenskraft auf dem Platz. Anhaltende Rückenprobleme stoppten den Spielgestalter und Antreiber dann jedoch.

          Operation im Lendenwirbelbereich

          Im August 2017 musste sich der Mexikaner einer Operation im Lendenwirbelbereich unterziehen. Nach seiner Genesung konnte sich Fabian, dessen Vertrag bei der Eintracht nach dieser Saison ausläuft, nicht mehr zur spielbestimmenden Figur in Frankfurt aufschwingen. Nun würde sein Wechsel in die Vereinigten Staaten der Eintracht wohl noch eine kleine Ablösesumme bringen. Das wäre bei Allan Souza nicht der Fall. Die Leihgabe vom FC Liverpool zieht es offenbar ebenfalls weg aus Frankfurt. Der 21 Jahre alte Brasilianer, für den kein Platz in der Eintracht-Mannschaft ist, wird von zwei Nachrichtensendern aus seiner Heimat mit Fluminense Rio de Janeiro in Verbindung gebracht. Wie Fabian nahm Kapitän David Abraham auch am Mittwoch nicht am Übungsbetrieb der Mannschaft auf dem Platz teil.

          Dem Verteidiger machen Wadenprobleme zu schaffen. Der Argentinier könnte damit auch für das Spiel an diesem Samstag (15.30 Uhr) in Leipzig ausfallen. „Wenn jemand nicht zu hundert Prozent fit ist, kann er nicht spielen.“ Das hatte Hütter nach dem Heimspiel gegen Dortmund (1:1) gesagt.

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