https://www.faz.net/-gzg-96xs7

Fußball und Politik : Eintracht Frankfurt lässt AfD-Politiker nicht in den Verein

  • Aktualisiert am

Strafanzeigen gegen Fischer: Weil die Mitgliedsanträge der AfD-Landessprecher abgelehnt wurden, hagelt es nun Strafanzeigen gegen den Eintracht-Präsidenten. Bild: dpa

Der Kleinkrieg zwischen Eintracht Frankfurt und der AfD geht weiter: Nun hat der Verein auf zwei Anträge aus den Reihen der Partei reagiert – die will das nicht hinnehmen.

          1 Min.

          Das Präsidium von Eintracht Frankfurt hat die Mitgliedsanträge der hessischen AfD-Landessprecher Robert Lambrou und Klaus Herrmann abgelehnt. Der Verein bestätigte am Freitag eine entsprechende Mitteilung der AfD, wollte diese aber nicht kommentieren. Lambrou kritisierte die Ablehnung der Mitgliedschaft als „mutlose Entscheidung“ und bezeichnete die bisherige Verweigerung eines persönlichen Gesprächs mit Eintracht-Präsident Peter Fischer als „feige“.

          Fischer hatte sich im Gespräch mit der F.A.Z. eindeutig gegen die AfD gestellt und gesagt, dass für Mitglieder der rechtspopulistischen Partei kein Platz im Verein sei. „Wer die AfD wählt, kann bei uns kein Mitglied sein.“ Auf der Mitgliederversammlung Ende Januar wiederholte er seine Kritik an der Partei und erklärte, dass deren Weltbild mit den Grundsätzen des Vereins nicht zu vereinbaren sei. „Wir haben Mitglieder verschiedenster Couleur. Es ist die Vielfalt und Internationalität, die die Eintracht ausmacht.“ Die Mitglieder bestätigten ihn daraufhin mit 99 Prozent Zustimmung in seinem Amt.

          Die AfD reagierte auf die Ablehnung der beiden Mitgliedsanträge mit einer Strafanzeige und der Aufforderung an ihre Anhänger, jetzt erst Recht der Eintracht beizutreten. „Wir warten jetzt auf die Entscheidung unserer Strafanzeigen gegen Herrn Fischer durch die Staatsanwaltschaft“, sagte Herrmann.

          Weitere Themen

          Backen im Lastwagen

          Konditorin mit Start-up : Backen im Lastwagen

          Die Konditorin Nanetta Ruf will zu Bioerzeugern fahren und deren Produkte an Ort und Stelle verarbeiten. Dafür geht sie finanziell ins Risiko und nimmt gern weite Wege in Kauf.

          Geschäftsreisen vor der Renaissance

          Heute in Rhein-Main : Geschäftsreisen vor der Renaissance

          Eine Demo in Mainz hat sich für die Öffnung der Campingplätze eingesetzt. Die Schlümpfe babbeln ab sofort auch Hessisch. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

          Topmeldungen

          Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, verfolgt die Rede Boris Palmers beim digitalen Landesparteitag der Grünen.

          Ausschlussverfahren der Grünen : Belastet der Fall Palmer Baerbocks Wahlkampf?

          Die Grünen wollen den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer ausschließen. Der sieht dem Verfahren optimistisch entgegen. „Es ist gut und reinigend, wenn jetzt die ganze Palette an Vorwürfen einmal aufgearbeitet wird“, sagt er der F.A.Z.
          So winkt die Siegerin: Schottlands Regierungschefin Sturgeon am Sonntag vor dem Bute House in Edinburgh

          Schottland : London spielt Sturgeons Wahlsieg herunter

          Nach dem abermaligen Wahlsieg der Schottischen Nationalpartei drängt die Regierungschefin Nicola Sturgeon auf ein zweites Unabhängigkeitsreferendum. London will bislang nichts davon wissen.
          Israelische Sicherheitskräfte während einer Demonstration gegen den geplanten Räumungsprozess im Stadtteil Scheich Jarrah am 8. Mai

          Unruhen in Ostjerusalem : Die Angst vor der Vertreibung

          In Jerusalem gärt es seit Wochen. Die mögliche Enteignung von Palästinensern hat jetzt zu den schwersten Auseinandersetzungen seit Jahren beigetragen. Selbst Washington ermahnt die Netanjahu-Regierung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.