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Fußball und Politik : Eintracht Frankfurt lässt AfD-Politiker nicht in den Verein

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Strafanzeigen gegen Fischer: Weil die Mitgliedsanträge der AfD-Landessprecher abgelehnt wurden, hagelt es nun Strafanzeigen gegen den Eintracht-Präsidenten. Bild: dpa

Der Kleinkrieg zwischen Eintracht Frankfurt und der AfD geht weiter: Nun hat der Verein auf zwei Anträge aus den Reihen der Partei reagiert – die will das nicht hinnehmen.

          Das Präsidium von Eintracht Frankfurt hat die Mitgliedsanträge der hessischen AfD-Landessprecher Robert Lambrou und Klaus Herrmann abgelehnt. Der Verein bestätigte am Freitag eine entsprechende Mitteilung der AfD, wollte diese aber nicht kommentieren. Lambrou kritisierte die Ablehnung der Mitgliedschaft als „mutlose Entscheidung“ und bezeichnete die bisherige Verweigerung eines persönlichen Gesprächs mit Eintracht-Präsident Peter Fischer als „feige“.

          Fischer hatte sich im Gespräch mit der F.A.Z. eindeutig gegen die AfD gestellt und gesagt, dass für Mitglieder der rechtspopulistischen Partei kein Platz im Verein sei. „Wer die AfD wählt, kann bei uns kein Mitglied sein.“ Auf der Mitgliederversammlung Ende Januar wiederholte er seine Kritik an der Partei und erklärte, dass deren Weltbild mit den Grundsätzen des Vereins nicht zu vereinbaren sei. „Wir haben Mitglieder verschiedenster Couleur. Es ist die Vielfalt und Internationalität, die die Eintracht ausmacht.“ Die Mitglieder bestätigten ihn daraufhin mit 99 Prozent Zustimmung in seinem Amt.

          Die AfD reagierte auf die Ablehnung der beiden Mitgliedsanträge mit einer Strafanzeige und der Aufforderung an ihre Anhänger, jetzt erst Recht der Eintracht beizutreten. „Wir warten jetzt auf die Entscheidung unserer Strafanzeigen gegen Herrn Fischer durch die Staatsanwaltschaft“, sagte Herrmann.

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