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Eintracht-Spieler Flum : „Kovac trainiert uns nicht kaputt“

  • -Aktualisiert am

Johannes Flum kontrolliert nach langer Verletzung wieder den Ball. Bild: Jan Huebner

Mittelfeldspieler Johannes Flum war lange Zeit verletzt. Im Interview spricht er über die langen Übungseinheiten bei Trainer Kovac und den Eintracht-Kader aus 16 Nationen.

          3 Min.

          Wie lange haben Sie am Montagmorgen, dem ersten freien Tag nach dem Trainingslager in Österreich, geschlafen?

          Bis um 10.30 Uhr, relativ lange. Das war Luxus. Ich habe es genossen, nach der harten Vorbereitungswoche einfach mal loszulassen und auszuschlafen.

          In der Vorsaison zogen Sie sich am 1. Dezember im Training bei einem Zusammenstoß einen Bruch der Kniescheibe zu. Ist jetzt das harte Training in der Vorbereitung nach Ihrer schweren Verletzung eine zusätzliche Belastung für Sie?

          Nein. Mein Knie ist ja wiederhergestellt. Deshalb tut mir viel Training gut, weil sich meine Muskulatur dann wieder daran gewöhnt. Der Trainingsumfang ist definitiv größer als in den vergangenen Jahren. Ich habe daran genauso zu knabbern wie alle anderen auch.

          Müssen Sie sich quälen?

          Man hat einfach Einheiten, in denen man den Schweinehund überwinden muss. Aber das gehört dazu. Darüber sollte man sich auch nicht so viele Gedanken machen.

          Was ist im Moment das Besondere am Vorbereitungsprogramm von Trainer Niko Kovac? In der Summe dauern die Einheiten oft jeweils zwischen zweieinhalb und drei Stunden.

          Die Umfänge sind neu. Wir stellen uns darauf ein, dass wir bei der Einheit länger als zwei Stunden auf dem Platz stehen. Niko Kovac baut alles ein: das Passspiel, Ballbesitzformen, Koordination, Kraft und Ausdauer. Wir machen vieles in einer Einheit, das ist sehr intensiv. Vom Kopf her müssen wir alle hellwach sein, damit wir alles richtig umsetzen.

          Das hört sich nach erhöhten Anforderungen an die Mannschaft an.

          Niko Kovac hat schon eine gewisse Erwartungshaltung an uns. Der wollen wir gerecht werden. Unser Trainer fordert viel, aber er fördert auch viel. Es ist eine gute Mischung.

          Täuscht der Eindruck, dass aktuell ein ganz anderer Zug bei der Eintracht drin ist als noch vor einem Jahr?

          Jeder Trainer hat seinen eigenen Stil, aber ich habe schon das Gefühl, dass im Training ein bisschen mehr Zug drin ist. Auf jeden Fall.

          Mit Klaus Luisser, der von Borussia Mönchengladbach kam, hat die Eintracht einen neuen Athletiktrainer. Wie groß ist der Unterschied zu seinem Vorgänger Christian Kolodziej?

          Klaus macht eine sehr gute Arbeit, er ist wahnsinnig engagiert. Und er ist ein guter Typ. Aber ich will keinen Vergleich anstellen, das wäre unangebracht. Christian Kolodziej hat auch sehr gute Arbeit geleistet.

          Der Trainerstab achtet sehr auf den einzelnen Spieler und dessen Bedürfnisse.

          Ja, es ist individuell angepasst. Das macht das Trainerteam sehr gut. Wenn einer ein bisschen Probleme hat, wird nicht in den Schmerz hineintrainiert, damit er danach drei Wochen ausfällt. Davon hätten alle nichts. Deshalb wird darauf geschaut, ob ein Spieler vielleicht mal einen halben Tag oder einen Tag ein bisschen runterfährt und individuelles Training macht, damit er am nächsten Tag wieder voll einsteigen kann. Das ist sehr professionell.

          Wurde Ihnen schon mal so viel Blut abgenommen wie in den ersten beiden Trainingswochen?

          Nein, beim Training noch nicht. Es ist aber zum Glück nur ein kleiner Pikser in den Finger oder in das Ohr. Das geht dann schnell.

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