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Eintracht Frankfurt : Kapitän Schwegler: Operation an der Leiste

  • -Aktualisiert am

Hat es gerade so in die Bundesligapause geschafft: Pirmin Schwegler. Bild: Wonge Bergmann

Ein Spieler der Eintracht war besonders urlaubsreif, wie sich nach dem Ende der Saison herausgestellt hat. Kapitän Pirmin Schwegler hatte sich wegen gesundheitlicher Probleme quasi über die Ziellinie geschleppt.

          So lange wie in diesem Frühsommer hat der Urlaub für die Fußballspieler der Frankfurter Eintracht schon seit vielen Jahren nicht mehr gedauert. Am 11. Mai durften die Profis in die Ferien, erst am 3. Juli beginnt in Frankfurt wieder die Vorbereitung auf die kommende Saison. Nach dem Abstieg aus der Bundesliga im Jahr zuvor und dem daraus resultierenden eher knapp bemessenen Urlaub, sei die lange Erholungszeit diesmal besonders wichtig, hatte Trainer Armin Veh erklärt. „Die Saison war anstrengend, und die nächste Saison wird noch anstrengender“, glaubt der erfahrene Fußballlehrer.

          Ein Spieler der Eintracht war besonders urlaubsreif, wie sich nach dem Ende der Saison herausgestellt hat. Kapitän Pirmin Schwegler hatte sich wegen gesundheitlicher Probleme quasi über die Ziellinie geschleppt. Nachdem er zu Beginn des Jahres wegen eines Zehenbruchs zuschauen musste, konnte er am Ende der Rückrunde wegen Leistenproblemen kaum noch an den täglichen Trainingseinheiten teilnehmen. Immer wieder musste Schwegler Pausen einlegen. „Richtig fit war ich zuletzt nicht mehr“, gibt er nun zu. „Die letzten Wochen waren eine Quälerei.“

          „Doppelt große2 Vorfreude auf die Bundesliga

          Nach dem Ende der Saison konsultierte Schwegler einen Spezialisten, um den Schmerzen in der Leiste auf den Grund zu kommen. Die Diagnose war ziemlich ernüchternd, nicht nur eine „weiche Leiste“ wurde festgestellt, auch Nerven waren in Mitleidenschaft gezogen. Eine Operation war unumgänglich. Beim Berliner Spezialisten für Leistenverletzungen, Dr. Jens Krüger, wurde der Eingriff vorgenommen. Natürlich abgesprochen mit der Eintracht, aber bis heute vom Klub nicht öffentlich kommuniziert. „Wir wollten keine große Sache draus machen“, sagt Schwegler.

          Der Eingriff ist gut verlaufen, an Urlaub im eigentlichen Sinne mit Baden am Meer oder Wandern in den Bergen war allerdings nicht zu denken. Nach der Operation war zunächst Geduld gefragt, bevor Schwegler nach viel Pflege und ersten Reha-Maßnahmen wieder mit leichtem Training beginnen konnte. Seit drei Wochen kann der Spielführer der Eintracht in seiner Schweizer Heimat wieder mit größerer Intensität am Comeback arbeiten. Die Rehabilitation absolviert er unter Anleitung des Physiotherapeuten der Schweizer Nationalmannschaft in der heimischen Umgebung. „Da bin ich in den besten Händen“, sagt er. Von Tag zu Tag gehe es ihm besser. Das erste Ziel hat er fest vor Augen. Am 3. Juli zum Trainingsstart will er wieder in Frankfurt sein. „Ich hoffe, dass ich dann schon mitmachen kann“, sagt der Eintracht-Kapitän. „Ich sehne mich richtig nach dem Ball.“

          Die Vorfreude auf die Bundesliga sei in diesen Tagen „doppelt groß“, versichert der Schweizer Nationalspieler, der sich über gute Leistungen in der deutschen Erstklassigkeit auch wieder für eine Rückkehr in den Kader des Schweizer Nationaltrainers Ottmar Hitzfeld empfehlen will. Der Fünfundzwanzigjährige wünscht sich nichts mehr, „als dass ich verletzungsfrei wieder an meine Grenzen gehen kann“. Dies sei in der Rückrunde der vergangenen Saison durch die Schmerzen nur noch selten möglich gewesen. Er geht davon aus, „dass ich jetzt mal durch bin mit Verletzungen“. Zum anderen üben die kommenden Gegner wie Bayern München, Borussia Dortmund oder Schalke 04 einen großen Reiz aus. „Es war ja nicht selbstverständlich, dass wir die direkte Rückkehr in die Bundesliga geschafft haben“, sagt er. „Jetzt sollten wir es auch genießen, da wieder mitspielen zu können.“ Die zweite Liga, da ist sich Schwegler sicher, werde keiner vermissen.

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