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Eintracht Frankfurt : In der Sackgasse

  • Aktualisiert am

Wohin? Olivier Occean. Bild: Jan Huebner

Veränderungen bei der Frankfurter Eintracht kündigen sich an: Stürmer Occean und Nachwuchsmann Kittel sollen gehen - Jung bleibt dagegen.

          Armin Veh ist ein Mann deutlicher Worte und Gesten. Hat der Trainer sein Urteil gefällt, ist es schwer, daran zu rütteln. Stürmer Rob Friend musste dies bitter erfahren, bekam er doch über fast ein Jahr keine wirkliche Chance mehr und ließ sich schließlich im Januar an den TSV München 1860 in die zweite Liga ausleihen. Ganz ähnlich geht es nun Olivier Occean. Der Stürmer, den die Eintracht für die Ablösesumme von 1,3 Millionen Euro im vergangenen Sommer von der Spielvereinigung Greuther Fürth holte, spielt keine Rolle mehr in den Planungen des Trainers. Aktuell und künftig.

          Im Gegensatz zu Friend erhielt Occean viele Chancen, gehörte zu Saisonbeginn über Monate zur Stammformation, konnte aber so gut wie nie Erstliganiveau nachweisen; bei siebzehn Einsätzen erzielte er nur ein Tor - und vergab unzählige Möglichkeiten. In den jüngsten Partien in Fürth (3:2) und gegen München (0:1) war für den Einunddreißigjährigen nicht einmal mehr Platz auf der Auswechselbank. Der Vertrag des Kanadiers läuft bis zum Sommer 2015. Findet Sportdirektor Bruno Hübner im Sommer einen Abnehmer für ihn, könnte der Klub wenigstens einen Teil der Ablösesumme wieder reinholen. In der Winterpause hatte es Interessenten für Occean gegeben, die sich an dessen 17 Treffer aus der Zweitligasaison für Fürth erinnerten. Doch da hatte der Trainer einen Verkauf noch abgelehnt.

          Nikolov soll noch ein Jahr weitermachen

          Längst nicht mehr erste Wahl ist auch Sonny Kittel. Einst als größtes Talent des Klubs gepriesen, verpasste der Zwanzigjährige zuletzt den Anschluss. Im Heimspiel gegen München wurde mit Marc Stendera ein 17 Jahre alter Mittelfeldspieler eingewechselt, während Kittel auf der Bank bleiben musste. Die Unzufriedenheit über den aktuellen Karriereknick ist Kittel anzumerken, eine Lösung im Sinne beider Parteien aber nicht leicht zu finden. Um ein Leihgeschäft anzubahnen, damit Kittel andernorts Spielpraxis erhalten kann, müsste der bis 2014 gültige Kontrakt verlängert werden. Denn die Statuten erlauben das Ausleihen eines Profis nur, wenn er nach Ablauf der „Leihzeit“ noch einen gültigen Vertrag besitzt; einen direkten Verkauf im Sommer, den womöglich Kittel bevorzugen würde, schließt die Eintracht aus. „Das kommt nicht in Frage“, legte sich Hübner am Montag fest. Schließlich zweifele niemand bei der Eintracht am Talent des Zwanzigjährigen, der in eigenen Leistungszentrum am Riederwald ausgebildet wurde.

          Auslaufende Verträge haben demnächst nur der 38 Jahre alte Oka Nikolov, der ein Jahr weitermachen soll, und der 32 Jahre alte Heiko Butscher, der keine Rolle in den Planungen spielen wird. Gleiches gilt für Constant Djakpa und Martin Amedick, mit denen freilich eine Zusammenarbeit noch bis 2014 verbindlich geregelt ist. Eine Zukunft bei der Eintracht hat Sebastian Jung. Der Rechtsverteidiger verlängerte seinen 2014 auslaufenden Vertrag „um mindestens eine weitere Spielzeit“, wie der Verein am Montagabend mitgeteilt hat.

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