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Eintracht Frankfurt : Genervter Veh will Klarheit

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Wieder am Ball: Zambrano nimmt das Training auf, aber wird im Testspiel an diesem Mittwoch noch geschont. Bild: Heiko Rhode

In dieser Woche soll sich Zambrano entscheiden, ob er bei der Eintracht bleiben will. Der Serbe Mijat Gacinovic gilt als ein Kandidat für die linke Seite.

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          Armin Veh fiel es leicht, Carlos Zambrano am Dienstag zu loben. Denn der Eintracht-Innenverteidiger hatte offenbar schwer übertrieben, als er am Tag davor von fünf Kilo Übergewicht sprach. Angefuttert im dreiwöchigen Urlaub. „Aber das sehe ich nicht“, sagte Trainer Veh. „Es war mit Sicherheit geflunkert von Carlos.“ An seinem ersten Arbeitstag auf dem Platz machte Zambrano einen „guten Eindruck“ auf Veh.

          Ein erfreuliches Ergebnis hatten bereits die am Montag beim peruanischen Nationalspieler erhobenen Laktatwerte ergeben. „Chile liegt hoch. Vielleicht hat das zu besseren Laktatwerten beigetragen“, sagte Veh und grinste. Mit Peru hatte Zambrano in diesem Sommer an der Copa América in Chile teilgenommen und dort das Halbfinale erreicht. Deshalb stieg er erst am Dienstag ins Mannschaftstraining ein. Beim Testspiel der Eintracht an diesem Mittwoch (18.30 Uhr) beim Hessenligaverein Eintracht Stadtallendorf wird Zambrano nicht dabei sein. Er soll lieber „normal“ trainieren.

          Zambrano und die Ausstiegsklausel

          Das ständige Gerede über einen möglichen Wechsel von Zambrano hätte Veh am liebsten vom Tisch. Ihn nervt das Thema mittlerweile. „Ich will jetzt Klarheit“, sagte er dieser Zeitung. „Die Sache muss in dieser Woche geklärt sein.“ Am Dienstag setzten sich der Trainer und Sportdirektor Bruno Hübner mit Zambrano zusammen. Sie redeten offenbar Klartext und verständigten sich darauf, sich abermals zu treffen – dann mit dem Berater von Zambrano. „Es ist wichtig, dass ich planen kann“, sagte Veh. Aktuell geht er weiter davon aus, dass der Peruaner, dem lukrative Angebote unter anderem aus der Türkei vorliegen sollen, bei der Eintracht bleiben wird. Offenbar erwarten die Frankfurter nach den monatelangen Diskussionen um dessen sportliche Zukunft jetzt aber in einer Art Ultimatum eine verbindliche Zusage aus dem Zambrano-Lager.

          Diese könnte mit einer freiwilligen Streichung der Ausstiegsklausel verbunden sein. Dass er eine Ausstiegsklausel über 1,5 Millionen Euro hat, gilt als sicher. Die Frage ist nur, wie lange diese gültig ist. Bis zum Ende dieser Transferperiode am 31. August? Oder sogar bis zum Ende der kommenden Saison? Das würde bedeuten, dass der Peruaner einen Vertrag über den 30. Juni 2016 hinaus in Frankfurt hätte. Veh machte dazu keine Angaben.

          Hradecky als Wunschkandidat fürs Tor

          Mit zwei neuen Spielern will die Eintracht noch vor dem Bundesligastart Verträge abschließen. Einer davon könnte Mijat Gacinovic sein. Der serbische Flügelspieler, der vor kurzem U 20-Weltmeister in Neuseeland geworden ist, ist Kapitän bei FK Vojvodina Novi Sad (Platz vier in der abgelaufenen Runde). In 25 Punktspielen brachte es der Zwanzigjährige auf elf Tore. Als Linksfuß könnte Gacinovic auch rechts im Mittelfeld spielen. Die Eintracht will aber vor allem eine Ergänzung zu Takashi Inui. Wie der Japaner soll der 1,75 Meter große und 66 Kilo schwere Serbe sehr wendig und technisch versiert sein. „Namen kommentiere ich nicht“, sagte Veh.

          Er ließ jedoch durchblicken, dass es sich bei der angestrebten Verpflichtung um ein Talent handeln wird. Schließlich sagte der Trainer: „Für das erste Bundesligaspiel in Wolfsburg spielt dieser Spieler keine Rolle. Ein junger Spieler wird Zeit brauchen.“ Bei diesem Profi kommt es Veh nicht darauf an, ob er einen Tag früher oder später an den Klub gebunden wird. Was hingegen den neuen Torhüter angeht, „müssen wir auf der Zielgeraden sein“, sagt der Coach. Als Frankfurter Wunschkandidat gilt der – nicht ablösefreie – finnische Torwart Lukas Hradecky von Bröndby Kopenhagen.

          Gut in der Zeit liegt Eintracht-Stürmer Luc Castaignos nach seinem vor gut einer Woche im Testspiel gegen Leeds United (2:1) erlittenen Muskelfaserriss im Oberschenkel. Der Holländer arbeitete am Dienstag bereits mit Rehatrainer Michael Fabacher auf dem Platz. „Das ist auch für uns erstaunlich, dass es bei Luc so schnell geht“, sagte Veh. Castaignos freute sich darüber, mit leichtem Lauftraining begonnen zu haben. „Ich fühle mich gut.“ Trotzdem wollte sich der Neuzugang nicht festlegen, wann er wieder mit der Mannschaft trainieren kann. „Ich muss auf meinen Körper hören und darf nicht zu früh zu viel machen. Ansonsten ist es gefährlich.“

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