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Eintracht Frankfurt : Geheimniskrämer Veh

  • -Aktualisiert am

Kehrt der Eintracht den Rücken: Takashi Inui zieht es nach Spanien. Bild: AP

Armin Veh trainiert bis zum Spiel gegen den VfB ohne Zuschauer und sucht dabei die neue Eintracht. Unterdessen ist Inui in Eibar gelandet.

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          Auf Wiedersehen. Bis womöglich Samstag, wenn die Frankfurter Eintracht beim VfB Stuttgart spielt. Am Mittwoch hat sich die Mannschaft von Trainer Armin Veh von ihren Anhängern und Zuschauern beim Training verabschiedet. An den verbleibenden beiden Tagen bis zum dritten Bundesliga-Durchgang wird sie nun in Frankfurt unter Ausschluss der Öffentlichkeit üben. Veh fürchtet weniger die Spione seines ehemaligen Arbeitgebers aus Stuttgart. Ihm ist der Trubel in den Ferien um sein Team einfach zu groß geworden. Ein bisschen Ruhe muss deswegen sein. Aber ein wenig Geheimniskrämerei kann auch nicht schaden.

          Nach nur einem Punkt aus den Spielen gegen Wolfsburg (1:2) und Augsburg (1:1) spürt die Eintracht Druck. „Wir sind selbst auch nicht zufrieden“, sagte Linksverteidiger Bastian Oczipka am Mittwoch. „Wir wissen, dass wir viel besser spielen müssen.“ Am besten schon in Stuttgart, wo es für Veh ein spezielles Wiedersehen mit alten Freunden und Bekannten geben wird. „Für den Trainer wird es ein emotionales Spiel“, glaubt Oczipka. „Es wäre nicht richtig, es auf die Mannschaft zu projizieren.“ Er empfiehlt seinen Kollegen, nicht anders als sonst auch an die Aufgabe heranzugehen.

          Erster Sieg in Stuttgart?

          In Stuttgart wird es trotzdem eine neue Eintracht geben. Eine, die das Zeug dazu hat, den ersten Saisonsieg einzufahren. Veh plant nach den vielen Enttäuschungen im Augsburg-Spiel Umstellungen. Weil die Besetzung nicht gepasst hat, muss er es eben passend machen – das ist der Leitgedanke des Trainers. So hat er die Zeit bis zur Begegnung in Stuttgart zu Tagen des Experimentierens ausgerufen. Mit dem Ziel, die Ideallösung vom Personal her zu finden.

          Am Dienstag begann Veh damit, verschiedene Formationen zu testen. Im Mittelfeld setzte er auf eine Raute. Mit Stefan Reinartz, Makoto Hasebe (halbrechts), Johannes Flum (halblinks) und dem wiedergenesenen Spielmacher Marc Stendera. Dieser soll Kreativität in das Frankfurter Spiel bringen. Aber die Hessen müssen auch handlungsschneller werden. Die Kombination Reinartz/Marco Russ im zentralen Mittelfeld hat wohl erst einmal ausgespielt. Auch die Sturmpartner Haris Seferovic und Luc Castaignos werden wahrscheinlich getrennt.

          Im Training bildeten Seferovic und Stefan Aigner die Doppelspitze. Und in der Viererkette standen, von rechts nach links: Timothy Chandler, Carlos Zambrano, Russ und Oczipka. Innenverteidiger David Abraham wäre damit außen vor. Zwangsläufig ein Streichkandidat ist der Argentinier allerdings nicht, weil seine beiden Auftritte ordentlich waren. Nur Russ ist wegen seiner Willensstärke und Torgefahr eine Größe beim Trainer. So oder so: Veh hat ein paar neue Möglichkeiten für sich und die Eintracht entdeckt. Jetzt muss er die richtige Wahl treffen. „Ich habe noch kein Gefühl“, sagte Flum auf die Frage, ob er mit einem Einsatz rechne. „Der Trainer wird seine Aufstellung auch vom Gegner abhängig machen.“

          Neue Hinweise auf personelle Konsequenzen bekamen die Zuschauer am Mittwoch nicht. Veh wird an diesem Donnerstag weiter fleißig ausprobieren – dann schaut keiner zu. Am zweiten Trainingstag in dieser Woche übten die Spieler vor allem den Torabschluss. Aus allen Lagen wurde geschossen und geköpft. Mit recht unterschiedlichem Erfolg. Veh nutzte die Einheit auch zu Einzelgesprächen. Er pickte sich Reinartz, Abraham und Hasebe heraus. Sie mussten dem Trainer zuhören. Takashi Inui hingegen war kein Ansprechpartner mehr für Veh. Der Japaner absolvierte den Medizincheck beim spanischen Erstligaklub SD Eibar. Bereits am Dienstag hatte sich der Flügelspieler aus Frankfurt verabschiedet.

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