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Eintracht Frankfurt : Ein verrücktes Spiel

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Dramatisch verloren: Nach Abpfiff kann sich Torwart Felix Wiedwald nur noch an den Kopf fassen. Bild: dpa

Die Partie gegen den VfB Stuttgart sollte hochdramatisch werden. Bei vielen Fehler sträubten einem die Haare, insgesamt fielen neun Tore. Doch am Ende hat es für die Eintracht nicht gereicht.

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          Trainer Armin Veh hat bei seiner Rückkehr nach Frankfurt das bislang spektakulärste Bundesliga-Spiel dieser Saison erlebt. Nach 3:1-Führung und einem 3:4-Rückstand gewann der frühere Meistertrainer mit dem VfB Stuttgart am Samstag noch mit 5:4 (2:1) bei seinem alten Verein Eintracht Frankfurt. Die unter dem Strich besseren Gäste befreiten sich durch diesen Sieg zumindest ein wenig aus dem Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga.

          49.700 Zuschauern sahen ein hochdramatisches, aber auch von haarsträubenden Fehlern geprägtes Spiel. Alexander Madlung brachte die Eintracht in der 21. Minute in Führung. Stuttgart setzte danach zum einem Doppelschlag von Martin Harnik (34./36.) sowie dem ersten Treffer von Christian Gentner (51.) an, ehe der VfB den Sieg binnen acht Minuten aus der Hand zu geben schien. Denn auf einmal trafen Alexander Meier (57.), Stefan Aigner (61.) und abermals Madlung (65.) für die Frankfurter.

          Doch es sollte am Ende nicht reichen: Die Eintracht zeigte sich an diesem Tag zu konfus, um diese Führung über die Zeit zu bringen. Die Folge: Wieder ein Stuttgarter Doppelschlag, diesmal durch den eingewechselten Timo Werner (81.) und Gentner (85.). Unmittelbar darauf sah Frankfurts Haris Seferovic wegen Meckerns die Rote Karte. Am Ende siegte der VfB.

          Emotionsloser Empfang für Veh

          Dabei wäre es für beide Trainer auch ohne diesen atemberaubenden Spielverlauf ein ganz besonderer Nachmittag gewesen. Frankfurts Thomas Schaaf erlebte sein 750. Bundesliga-Spiel als Spieler und Trainer und verwirrte seine Mannschaft dabei mit einer missglückten taktischen Volte. Der 53-Jährige stellte in der Abwehr auf eine Dreierkette um, musste dieses Experiment aber schon nach weniger als einer halben Stunde wieder aufgeben. Sein Team wirkte völlig hilf- und orientierungslos.

          Vor Schaaf hatte Armin Veh drei Jahre lang mit großem Erfolg bei der Eintracht gearbeitet. Gemessen daran fiel sein Empfang in der Commerzbank-Arena aber ziemlich emotionslos aus. Der Rückkehrer schüttelte zahlreiche Hände und umarmte einige alte Freunde, wurde von den Zuschauern aber weder unterkühlt noch euphorisch begrüßt.

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