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Eintracht Frankfurt : Duell um die Spitze

  • -Aktualisiert am

Aus am Ende der Vorrunde: Karim Matmour fliegt gegen Schalke vom Platz, jetzt scheint er auf dem Rückweg zu sein. Bild: dpa

Weil die Eintracht die angedachten Transfers nicht zum Abschluss bringt, bleibt unklar, wer zum Auftakt der Rückrunde stürmt. Einiges deutet auf Karim Matmour.

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          Auf den erhofften neuen Stürmer muss Armin Veh, der Trainer des Fußball-Bundesligaklubs Eintracht Frankfurt, weiter warten. Weder der angestrebte Transfer von Srdjan Lakic vom VfL Wolfsburg zur Eintracht noch jener von Benjamin Köhler zum 1. FC Kaiserslautern konnten am Mittwoch endgültig vereinbart werden. Dorge Kouemaha, dessen Wechsel zum MSV Duisburg seit Tagen erwartet wird, trainierte indessen unverdrossen in Frankfurt mit. Und dies mit beachtlicher Qualität. „Richtig gut“ befand auch der Trainer die Leistung des Kameruners. Eine Rolle in den Planungen für das Auswärtsspiel an diesem Samstag bei Bayer Leverkusen spielt Kouemaha freilich nicht, auch wenn die Position im Angriff als einzige noch vakant ist.

          Vieles deutet darauf hin, dass Karim Matmour sie einnehmen wird. Der Algerier, der zum Ende der Vorrunde seinen gerade erst gegen Olivier Occean erkämpften Stammplatz nur wegen zweier Platzverweise innerhalb von einer Woche wieder verloren hatte, scheint nun wieder die Nase vorn zu haben. Occean jedenfalls spielte am Mittwoch im B-Team, Matmour in der Stammelf. Und konnte dabei durchaus Reklame in eigener Sache machen. Den Siegtreffer zum 2:1 im internen Trainingsspiel erzielte er mit einem strammen Schuss aus sechzehn Metern ins lange Eck. Zuvor hatten Sonny Kittel für die Reservisten und Alexander Meier per Elfmeter für die Stammkräfte getroffen. „Ich bin fit und bereit für das Spiel“, sagte Matmour. Der Trainer hat sich offiziell noch nicht erklärt.

          Martin Amedick ist wieder fit

          Veh muss entscheiden zwischen zwei Profis, die in ihrer Spielweise und ihrem Auftreten unterschiedlicher nicht sein könnten und in der Vorrunde beide jeweils nur einen einzigen Treffer erzielt haben. Der 31 Jahre alte Occean hat seine Qualitäten im Zweikampf, kann an guten Tagen Bälle behaupten, ist als Torjäger aus Fürth gekommen und galt beim Trainer lange Zeit als „gesetzt“. Doch nicht oft hat er das Vertrauen gerechtfertigt, zu selten konnte er Erstligatauglichkeit unter Beweis stellen. Zuletzt hatte der verschlossene und unnahbare Kanadier immer mehr an Kredit verloren. Der 27 Jahre alte Matmour ist im Grunde kein reiner Mittelstürmer, eher ein Spieler für die Außenbahn, hat in der Körperlichkeit aber deutlich aufgeholt und ist spielerisch versierter als sein Konkurrent. Zum ersten Mal seit vielen Jahren habe er gleich drei Trainingslager in Folge mitmachen können, sagt er. Im vergangenen Winter in Qatar, im Sommer in Österreich und jetzt in Abu Dhabi habe er die „Batterien aufgeladen und richtig Kraft getankt“. Auch eine kleine Erkältung übers Wochenende habe ihn nicht weiter zurückgeworfen, sagt er. Mit einer Ausnahme hat die gesamte Mannschaft den Temperaturunterschied zwischen dem Trainingslager am Persischen Golf und der Heimat gut verkraftet. Alleine Martin Lanig fehlte wegen einer Grippe beim Training

          Einen „neuen“ Spieler konnte der Frankfurter Trainer Veh am Mittwochvormittag in der Kabine begrüßen. Martin Amedick hat sich nach gut halbjähriger Erkrankung zurückgemeldet. Im Juli des vergangenen Jahres hatte sich der 30 Jahre alte Profi auf Grund eines „temporären Erschöpfungssyndroms“ in ärztliche Behandlung begeben müssen. Seitdem hatte Amedick nicht mehr mit der Mannschaft trainiert und nicht mehr gespielt. Nun ist er wieder gesundgeschrieben und soll nach und nach in den Trainingsbetrieb zurückkehren. Gestern absolvierte der Abwehrspieler einen Laktattest, um verlässliche Daten über den aktuellen Fitnesszustand zu erhalten. „Er hat in den vergangenen Wochen sicher schon Lauftraining gemacht“, sagt sein Trainer, „aber wir müssen nun herausfinden, wie er körperlich belastbar ist.“ Sind die Werte entsprechend, könnte Amedick schon bald ins Mannschaftstraining einsteigen.

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