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Eintracht Frankfurt : Die Eintracht ist „in“

  • -Aktualisiert am

Die Eintracht mobilisiert die Massen: Auch gegen Hannover 96 wird eine bestens besuchte Arena erwartet. Bild: Wpnge Bergmann

Früher kamen gegen Hannover 8000 Zuschauer, jetzt werden 50000 erwartet. Vom Boom der Bundesliga profitiert auch der Tabellenzweite aus Frankfurt.

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          Es war am 3. Dezember 1988. Da hatte die Frankfurter Eintracht, unter anderen mit Uli Stein, Karl-Heinz Körbel, Manfred Binz, Dieter Eckstein und Jörn Andersen, Hannover 96 zu einem Bundesligaspiel empfangen. Gerade mal 8000 Zuschauer verloren sich damals im alten Waldstadion. Vor neun Jahren, am 6. Dezember 2003, waren zum Spiel der Eintracht gegen Hannover 19 000 Zuschauer gekommen. Zahlen, die zeigen, wie sich die Zeiten verändert haben, wie die Bundesliga boomt, wie „in“ die Eintracht in diesen Tagen und Wochen ist. Denn für das Bundesligaspiel an diesem Samstag gegen Hannover 96 wurden im Vorverkauf schon knapp 48000 Karten abgesetzt. Es ist also durchaus möglich, dass die Arena mit 51500 Zuschauern ausverkauft sein wird. Der Zuschauerzuspruch hat sich in den vergangenen Jahrzehnten also deutlich nach oben verändert - auch in Frankfurt vor allem wegen der neuen Arena.

          Verändert hat sich bei der Eintracht in den vergangenen Jahren aber auch das spielerische Niveau. Unter Trainer Armin Veh wurde es von Monat zu Monat, von Vorrunde zu Rückrunde, von Saison zu Saison stetig angehoben. Was inzwischen sogar schon beim Training zu bestaunen ist. „Wir haben keine wirklich schlechte Trainingseinheit mehr“, spricht der Trainer seinen Spielern ein großes Lob aus. „Das Passspiel ist gut, die Laufwege stimmen, der Einsatz sowieso, es macht Spaß zuzuschauen.“ Kommt es bei den Übungseinheiten zu echten Wettkämpfen, wie am Mittwochvormittag, ist auch eine erstaunliche Ausgeglichenheit innerhalb des Aufgebotes festzustellen. „Das Niveau wird immer besser“, sagt Veh. „Wir waren schon im letzten Winter besser als im Sommer davor, und jetzt ist es wieder besser geworden.“

          Alle waren dabei, nur Benjamin Köhler nicht

          Was natürlich auch an der Zusammensetzung des spielenden Personals liegt. Am Mittwoch standen in der B-Mannschaft gestandene Profis wie Oka Nikolov, Heiko Butscher, Martin Lanig, Erwin Hoffer und Rob Friend an der Seite so großer Talente wie Sonny Kittel, Marc-Oliver Kempf oder Marc Stendera. Das zeigt, dass es Veh und Sportdirektor Bruno Hübner gelungen ist, nach und nach einen leistungsfähigen Kader zusammenzustellen. Dass im Moment kein einziger Spieler wegen Verletzung oder Erkrankung nicht mitmachen kann, passt ins rundherum positive Bild. Einzig Benjamin Köhler durfte nicht mitspielen. Nicht etwa, weil ihn der Trainer wegen der angeblich kritischen Äußerung in einer Boulevardzeitung, man habe ihn „links liegengelassen“, nun wirklich links liegenließ, sondern aus anderen nachvollziehbaren Gründen. „Benny musste nur ein paar Läufe nachholen“, sagte Veh. Am Tag zuvor hatte Köhler wegen einer Erkältung gefehlt. Also musste er diesmal rennen, während die anderen kickten.

          Nur läuferisch unterwegs waren auch Sebastian Jung und Takashi Inui, die am Dienstag bei Länderspielen auf dem Platz gestanden hatten. Jung neunzig Minuten für die deutsche U-21-Nationalmannschaft, die sich mit einem 3:1 gegen die Schweiz für die Europameisterschaft im kommenden Jahr in Israel qualifizieren konnte. Und Inui eine Halbzeit mit der japanischen Nationalelf, die Brasilien 0:4 unterlag. 0:1 verloren hat auch Carlos Zambrano mit der peruanischen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation in Paraguay. Der Abwehrspieler wird an diesem Donnerstag in Frankfurt zurückerwartet. Und dann hat Eintracht-Trainer Veh bis zum Spiel gegen Hannover 96 im Wortsinne die „freie Auswahl“ bei seinen 26 Spielern im Profikader.

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