https://www.faz.net/-gzg-7wbc7

Eintracht Frankfurt : Die Eintracht in der Ferne

Heimtrainer: Matthias Hoenerbach, Co-Trainer der Eintracht, bleibt in Frankfurt und betreut die Mannschaft. Bild: Wonge Bergmann

Während Thomas Schaaf um den Globus jettet, hält Co-Trainer Matthias Hönerbach die Stellung. Der hat jetzt eine personell besonders überschaubare Trainingswoche vor sich.

          2 Min.

          Tokio, Baku, Frankfurt. Die Eintracht gibt sich in diesen Tagen ausgesprochen international. Wobei noch nicht einmal die Auslandseinsätze der Spieler Timothy Chandler, Haris Seferovic, Makoto Hasebe, Takashi Inui und Vaclav Kadlec berücksichtigt sind, die sich mit ihren jeweiligen Nationalteams auf Reisen befinden. Es ist, anders als sonst, die Mannschaft hinter der Mannschaft, die derzeit um den Globus tingelt. Am Donnerstag gingen Trainer Thomas Schaaf und Sportdirektor Bruno Hübner in die Luft, um als Referenten nach Japan zu fliegen. Zudem sind die beiden Eintracht-Führungskräfte bemüht, rund um ihre Gespräche in Tokio auch ein Spiel unter Freunden abzuschließen, das die Bundesligaprofis irgendwann in das Land der aufgehende Sonne führen soll.

          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

          Stichwort Sonne: Die bekommt seit ein paar Tagen Wolfgang Rolff zu sehen. Einer der Assistenten von Chefcoach Schaaf ist derzeit am Kaspischen Meer. In Baku gilt es, eine geregelte Übergabe der Amtsgeschäfte zu vollziehen. Jahrelang war Rolff Co-Trainer von Berti Vogts, der Verantwortung für die Nationalmannschaft Aserbaidschans trug, unlängst aus freien Stücken aber sein Amt zur Verfügung gestellt hat. Damit war zugleich auch der Zusatzjob von Rolff beendet, der sich parallel zu seinem Kerngeschäft bei der Eintracht um die Weiterentwicklung des Fußballs in Aserbaidschan kümmerte.

          „Das ist doch Kindergeburtstag“

          Bleibt noch Matthias Hönerbach. Er ist der letzte verbliebene Co-Trainer der Eintracht, der die Stellung in der Heimat hält. Wobei es auf dem angestammten Übungsplatz an der WM-Arena überaus beschaulich zuging. Zwölf Zuschauer nur hatten bei tristem Wetter den Weg in den Stadtwald gefunden, dazu zwei Ordner und eine Handvoll Journalisten. Der 52 Jahre alte Hönerbach ließ die anwesenden Profis auf verkleinertem Spielfeld fleißig spielen. Anschließend schickte er sie an den Laufhügel, den einst Friedhelm Funkel aufschütten ließ. Grüne Lichter auf den beiden aufgestellten Lichtschranken blinkten immer wieder auf, Sprints um Sprints wurden absolviert. Als Hönerbach später gefragt wurde, ob dies eine besonders intensive Trainingseinheit gewesen sei, legte der in Köln lebende Rheinländer ein verschmitztes Lächeln auf und erwiderte: „Das ist doch Kindergeburtstag.“

          Auch bei dieser besonderen Form der Tagesbelustigung hat Felix Wiedwald gefehlt. Der Torhüter schlägt sich seit ein paar Tagen mit muskulären Problemen an seinem Hüftbeuger herum. „Natürlich hätte Felix auch mitmachen können“, sagte Hönerbach. Doch die Strategie der Eintracht ist es vielmehr gewesen, dem Tormann in dieser personell besonders überschaubaren Trainingswoche Schonung zuzugestehen. Die zwei freien Tage Samstag und Sonntag, die Hönerbach der Mannschaft und damit auch dem verbliebenen Trainerteam in Aussicht stellte, dürften zur weiteren Genesung der Blessuren beitragen. „Am Montag ist Felix wieder dabei.“ Chefcoach Schaaf nach seinem Ausflug in den fernen Osten auch.

          Weitere Themen

          Pionierleistungen Video-Seite öffnen

          Upländer Molkerei : Pionierleistungen

          Die Geschäftsführerin der Upländer Bauernmolkerei. Katrin Artzt-Steinbrink, spricht über die eigenen Pionierleistungen und den Weg in die Zukunft.

          Topmeldungen

          Erdogan am 15. Juni 2017 vor Anhängern in Istanbul

          Zukunft der Türkei : Erdogans dunkle Jahre

          Zuerst war Recep Tayyip Erdogan ein überzeugter Islamist, dann ein Reformer, nun ist er ein paranoider Autokrat. Was würde er tun, um die Macht zu behalten?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.